Hartmut Graf im InterviewAusgabe | Mittwoch, 19. Dezember 2018

»Sein« 20. Restaurant eröffnete Hartmut Graf, der mit uns über Jugend und Werdegang sprach.

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Sie sind Franchise-Nehmer bei Burger-King. Wie viele Restaurants gehören Ihnen?

Unsere Gruppe hat in Innsbruck gerade das 20. Restaurant aufgesperrt. Anfang Jänner folgt das nächste in Dornbirn. Insgesamt gibt es in Österreich 50 Restaurants.

Welche Investition muss man sich vorstellen, um ein neues Restaurant zu eröffnen?

Das lässt sich nicht so einfach beziffern, die Summe hängt von vielen Faktoren ab. Klar ist, dass der Franchisenehmer die Kosten zu tragen hat. 

Sie sprechen von »unserer Gruppe«. Um welche Gruppe handelt es sich dabei?

Um die Theophil Group.

Was macht die Gruppe?

Die Theophil Group ist eine in österreichischem Familienbesitz stehende Unternehmensgruppe mit Schwerpunktaktivitäten in den Bereichen Gastronomie und Immobilien. Die Konzernmuttergesellschaft Theophil Holding GmbH wurde 2007 gegründet und verwaltet als operative Holdinggesellschaft sämtliche Beteiligungen der Gruppe. Mit mehr als 400 Mitarbeitern zählt die zur Theophil Group gehörige TQSR Group zu einem der größten Gastronomieunternehmen Österreichs.

Was macht die TQSR Group genau?

Als ein exklusiver Developer von Burger King verantwortet die TQSR Holding und Development GmbH seit 1. April 2015 den gesamten österreichischen Markt. In dieser Funktion ist sie für die Betreuung aller derzeit bestehenden Burger-King-Restaurants in Österreich zuständig und verantwortet außerdem die weitere Expansion der Geschäftsaktivitäten. Wir haben also viel zu tun.

Welche Funktion üben Sie in dieser Gruppe aus?

Ich bin CEO, also der Chief Executive Officer, der TQSR Holding. Ich habe die Verantwortung über den österreichischen Markt. Als Master-Franchisenehmer sind wir zuständig, dass alle Franchisenehmer die Verträge und Vorgaben einhalten, dass die hohen Qualitätsstandards eingehalten werden, sind für das Marketing verantwortlich und und und.

 

Wie sind Sie auf Burger King gekommen?

Neben dem Studium und der Arbeit habe ich auch Tennisunterricht gegeben. Unter anderem einem Wiener Arzt, der sein Geld gut anlegen wollte. Auf einer Franchise-Messe hat er Burger King entdeckt und mich gefragt, ob ich mitmache. Ich habe dann ein halbes Jahr eine Ausbildung in München gemacht, bei der man unter anderem auch selbst Burger brät. Das kommt mir jetzt noch zugute, da ich sofort sehe, ob effizient gearbeitet wird, wenn ich ein Restaurant betrete. Unser erstes Restaurant haben wir 2001 im Twin Tower in Wien eröffnet. Ein entscheidender Schritt ist im Jahr 2011 gelungen. Damals ist ein neuer Investor hinzugekommen, und dadurch wurde die Expansion in den folgenden Jahren enorm beschleunigt.

Sie sind nach der Matura nach Wien gegangen, um zu studieren. War die Umstellung groß?

Natürlich, ich kam ja vom Land und auf einmal musste ich mich in der großen Stadt zurecht finden. Ich war es von zu Hause gewohnt, dass man die Leute auf der Straße grüßt. Das habe ich am Anfang auch in Wien gemacht, die werden sich gedacht haben, was ist das für ein armer Todel.

 

Sie haben mit zwei Schulkollegen aus Wolfsberg in Wien in einer WG gelebt. War es lustig?

Ich will nicht zu viel verraten, aber sagen wir es so: Es war eine sehr interessante Zeit.

 

Sonstige Erinnerungen an die Jugend?

Sehr viele. Ich habe vor kurzem in Wien zufällig eine Schulkollegin getroffen, die ich sicher seit 25 Jahren nicht mehr gesehen habe. Das war super, wir haben die alten Erinnerungen wieder aufleben lassen und nach einer Viertelstunde wieder im Lavanttaler Dialekt geredet so wie früher. Es war wirklich herrlich. 

 

Kommen Sie noch oft ins Lavanttal?

Leider viel zu selten. Ich bin beruflich viel unterwegs, deshalb geht es sich nicht so oft aus. Aber jetzt zu den Feiertagen fahren meine Frau, meine Tochter und ich zu meinen Eltern. Meine Schwester kommt auch nach Hause, und wir feiern dann alle gemeinsam Weihnachten, so wie es sich gehört. 

Was fasziniert Sie an Ihrer Heimat?

Die Landschaft ist wunderschön. Wir hatten eine Hütte auf der Saualm, dort hat es mir immer sehr gut  gefallen. Und wenn ich heute einmal daheim bin, fahre ich noch immer gerne rauf und genieße den Ausblick und die Ruhe.

Können Sie sich vorstellen, in der Pension wieder ins Lavanttal zurückzukehren?

Ich bin ein absoluter Familienmensch, meine Tochter ist jetzt 20 Jahre alt und besucht die Fachhochschule in St. Pölten. Meine Frau und ich möchten auch später in ihrer Nähe bleiben und wohnen.

Möchte das die Tochter auch?

Ich glaube schon, meine Frau und ich haben eine sehr gute Beziehung zu ihr und sie zu uns. 

Was sind Ihre Hobbys?

Ich habe immer gerne Sport betrieben. Am erfolgreichste war ich im Tennis. In letzter Zeit spiele ich wieder öfter, ich gehe aber auch laufen oder mit meiner Frau Nordic Walken. Ich versuche vielseitig zu bleiben.

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