EC St. Marein steht im Finale

Souverän, mit zwei klaren Auswärtssiegen, qualifizierte sich Aufsteiger EC Lico St. Marein für das Finale in der AHC Division 2 Ost. In der Finalserie treffen die Wölfe aus St. Marein auf die Tarco Wölfe aus Klagenfurt.

Die Wölfe fordern den Titelverteidiger

Wolfsberg. Wer vor Beginn der Eishockeymeisterschaft in der AHC Division 2 Ost prophezeit hätte, dass Aufsteiger EC Lico St. Marein letztlich souverän ins Finale um den Meistertitel einziehen wird, der wäre zumindest milde belächelt worden. Nach Ende der beiden Grunddurchgänge liegen die Lavanttaler Cracks auf Platz zwei, nur drei Punkte hinter Titelverteidiger Tarco Wölfe Klagenfurt und haben sieben Punkte mehr auf dem Konto als die höher eingeschätzte Mannschaft des HC Köttern. Das Erfolgsgeheimnis beim Aufsteiger ist an einem Namen festzumachen: Trainer Bojan Zajc. Der ehemalige jugoslawische und slowenische Nationalspieler und nunmehrige Profitrainer hat in den letzten beiden Jahren mit konsequenter Arbeit St. Marein Schritt für Schritt weiterentwickelt und schaffte mit dem Team den Aufstieg in die Division 2. 

Der Saisonauftakt lief für den Aufsteiger nicht berauschend, im ersten Spiel bei den Tarco Wölfen gab es ein 0:6. Doch schon in der zweiten Partie gab es einen sensationellen Sieg gegen Köttern. Der konsequente Einsatz dreier Linien und taktische Disziplin, auf die der Trainer großen Wert legt, waren die Grundlage für die erfolgreiche Saison. 

Siegesserie

Die imposante Siegesserie wurde in den beiden Grunddurchgängen nur zweimal unterbrochen. Die knappe Heimniederlage gegen die Tarco Wölfe und der Sieg in der Overtime gegen Köttern waren die einzigen »Ausrutscher« in der Punktejagd. In den beiden letzten Spielen, jeweils auswärts gegen Wietersdorf und St. Veit konnte  Platz zwei gefestigt werden, Daniel Reiter und Lukas Kaltenegger nutzen diese Spiele – St. Marein siegte mit 5:1 und 19:4 –  um in der Scorerliste noch an den Spielern des Titelverteidigers vorbeizuziehen. Reiter und Kaltenegger nehmen mit 33 Punkten (16 Tore, 17 Assists) bzw. 27 Punkten (10 Tore, 17 Assists) die Plätze eins und zwei ein. 

Auch Tormann Dominik Riegler trugt sein Scherflein zum Erfolg bei. Der Einser-Keeper war mit 2,84 Gegentreffern pro Partie der beste Schlussmann in der Liga, der mehr als zwei Spiele absolviert hat. 

Bei den Bad Boys reichte es zu keinem Spitzenplatz für einen St. Mareiner Spieler. Als Aggressiv-Leader der Lavanttaler Sensationsmannschaft saß Thomas Podgorsek 22 Minuten in der Kühlbox und landete auf Rang sieben der Strafbankkönige.

»Unser größter Trumpf war die mannschaftliche Geschlossenheit«, zieht Marein Obmann Harald Oswald Bilanz.

Showdown

Zum finalen Showdown kommt es am Sonntag, dem 2. Feber, um 17.30 Uhr in der Eventhalle Kleinedling. In der »Best-of-Three«-Serie um den Meistertitel steht das Heimspiel gegen die Tarco Wölfe auf dem Programm. Das erste Spiel gegen den Titelverteidiger findet bereits am Freitag auswärts statt.