Wer Filmaufnahmen hat, kann sich ab sofort im Museum meldenAusgabe | Mittwoch, 6. Februar 2019

Das Museum im Lavanthaus wird heuer zehn Jahre alt. Die jährliche Sonderausstellung widmet sich aus diesem Grund einem Thema, das alle Gemeinden des Bezirkes miteinbezieht.

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Wolfsberg. Das Museum im Lavanthaus braucht die Hilfe der Lavanttaler. Die heurige Sonderausstellung, die am 10. Mai eröffnet wird, trägt den Titel »Das Lavanttal in alten Ansichten«. Nun suchen Museumsleiterin Christine Ragger und ihr Team alte Videoaufnahmen, die Szenen aus dem Lavanttal, auf denen Gebäude, Stadtteile, historische Fassaden oder auch Dörfer und Ortschaften zu sehen sind, zeigen. Ein Bestand aus Privatbesitz auf Super-8 wird gerade digitalisiert. 

Filmaufnahmen gesucht

»Wir sind uns sicher, dass in Archiven und auf Dachböden noch einige Schätze ruhen und hoffen auf die Unterstützung der Lavanttaler«, so Ragger. Auch VHS-Kassetten werden gerne angenommen. Wer solche Filmaufnahmen Zuhause hat und diese zur Verfügung stellen will, kann sich ab sofort im Museum melden. Das Thema der heurigen Sonderausstellung passt zum zehnten Geburtstag, den das Regionalmusuem der Lavanttaler in diesem Jahr feiert. »Es schließt alle Gemeinden des Tales ein«, sagt Ragger. 

Und es ist ein Thema, dass viele Menschen beschäftigt: »Immer wieder sind in den vergangenen zehn Jahren Besucher gekommen, die uns alte Fotos und Postkarten aus dem Bezirk gezeigt und teilweise überlassen haben.« Im Jahr 2014 gründete Museumsmitarbeiter Daniel Strassnig schließlich die Facebook-Gruppe »Das Lavanttal in alten Ansichten«. »Aktuell besteht die Gruppe aus 4.828 Mitgliedern«, ist Strassnig stolz.

 

Bilder und Postkarten

Vor einem Jahr entschloss sich das Team, aus den Fotos, Postkarten und Videoaufnahmen im Jubiläumsjahr eine Sonderausstellung zu machen. »Zu sehen sind in erster Linie historische Bilder und Postkarten aus dem ganzen Lavanttal«, ergänzt Ragger. Die Videoaufnahmen werden zusammengeschnitten und sind ab Mai in einem eigenen kleinen Kinoraum zu sehen. Sie sollen auf eine Zeitreise durch die vergangenen Jahrzehnte einladen.

Keine Wertung

»Es passiert so viel an Veränderung, aber wir bekommen es im Alltag kaum mit«, gibt Ragger zu bedenken. Als Beispiele nennt sie den Bau der Autobahn und aktuell der Koralmbahn, die das Aussehen des Tales massiv verändert haben, oder die baulichen Maßnahmen der jüngeren Vergangenheit am Bahnhofsplatz in Wolfsberg. Wobei die Ausstellung nicht werten will, ob die Veränderungen gut oder schlecht sind. »Wir wollen die Besucher einfach schauen lassen und zum Nachdenken anregen. Für ältere Menschen ist sicher ein emotionaler Aspekt dabei«, meint die Museumsleiterin.

Info:

Museum im Lavanthaus

St. Michaeler Straße 2

9400 Wolfsberg

 

Wer Filmaufnahmen aus dem Lavanttal für die heurige Sonderausstellung »Das Lavanttal in alten Ansichten« zur Verfügung stellen will, kann sich für eine Terminvereinbarung ab sofort unter der Telefonnummer 04352/537 333 melden.

 

Web: 

www.museum-lavanthaus.at

Mail: museum@wolfsberg.at

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