Fünf Säle sind geplant

Nun ist es fix: In Wolfsberg wird beim Stadionbad ein Kinozentrum mit fünf Sälen und einem Gastronomiebereich entstehen. Errichtet wird das Zentrum vom Lavanttaler Günther Lichtenegger.

Wolfsberg erhält ein Kinozentrum

Wolfsberg. Seit im Jahr 2009 das Kino Schüssler in der Bezirksstadt geschlossen hat, gibt es kein Kino mehr in Wolfsberg. Die Lavanttaler müssen für ihren Kinobesuch nach Klagenfurt, Graz oder Fohnsdorf auspendeln. Laut Bürgermeister Hans-Peter Schlagholz ist ein neues Kino in Wolfsberg seit Jahren – nach dem Hallenbad – der größte Wunsch der heimischen Bevölkerung. Im Mai 2020 soll nun ein Kinozentrum im Stadionbad eröffnet werden. 

Möglich gemacht wird dies durch die Kooperation des Lavanttaler Unternehmers Günther Lichtenegger, der Stadt Wolfsberg, der Wolfsberger Stadtwerke GmbH und der niederösterreichischen Cinemaplexx-Gruppe.

Fünf Säle

Geplant wurde das Kinozentrum vom Wolfsberger Architekten Hermann Buhrandt. Es sieht fünf Säle mit rund 800 Plätzen auf zwei Ebenen vor. Geben soll es zwei große Kinosäle mit je 250 Sitzplätzen sowie drei kleinere Säle mit jeweils rund 100 Plätzen. 

Integriert in den Kinokomplex wird auch eine Kinogastronomie, die genauen Details dafür werden aber noch ausgearbeitet.

Betreiber aus Niederösterreich

Betrieben wird das Kino von der  niederösterreichischen Cinemaplexx Gruppe, die bereits Kinos an mehreren Standorten in Österreich erfolgreich betreibt. Geschäftsführer Peter Hauswirth meinte gegenüber dem ORF: »Von der Ausstattung her wird das Kino am neuesten Stand sein. Zwei Säle sind mit neuesten Dolby Athmo Technologien, Laserprojektion, klimatisiert und mit Komfortsitzen geplant.« Das Kino soll schon zu Mittag öffnen, um auch für die Schüler des Bundesschulzentrums attraktiv zu sein.

Ausschließlich privat

Die Kosten für das neue Zentrum werden auf rund 3,5 bis vier Millionen Euro geschätzt und von der Errichter- und Betreibergesellschaft aufgebracht. Die Stadtgemeinde Wolfsberg zahlt keinen Euro dazu. Die Wolfsberger Stadtwerke GmbH wird über einen Baurechtsvertrag rund 1.300 Quadratmeter Fläche des Stadionbads bereitstellen, auf der das Kinozentrum errichtet wird.

Auch Bad wird attraktiviert

Im Zuge der Errichtung des Gebäudes sind auch Attraktivierungen des Bades vorgesehen, wie eine neue und kindergerechte WC-Anlage inkl. Wickelraum direkt beim Babybecken oder attraktive Sonnendecks, die den neuen Baukörper als Konstruktionsbasis nutzen.

Für die wegfallenden Mietkabinen gibt es Ersatz im östlichen Kabinengebäude, das unverändert bestehen bleibt.

Eröffnung Mai 2020

»Sollten keine unerwarteten Probleme auftreten, wird unmittelbar nach der Badesaison 2019 mit dem Bau begonnen, so dass eine Inbetriebnahme spätestens bis zum Start der Badesaison im Mai 2020 erfolgen kann«, meint Stadtwerke-Geschäftsführer Dieter Rabensteiner.