Der »Steilhangprofi« aus PreiteneggAusgabe | Mittwoch, 13. März 2019

Das Unternehmen investiert regelmäßig in Forschung und Entwicklung, um die Stärke im Bereich Produktentwicklung aufrecht zu erhalten. Zum Einsatz kommen die Maschinen weltweit, wobei unter anderem Japan und Chile mit Maschinen beliefert werden.

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Preitenegg. Josef Konrad war bei der Hespa Säge in Wiesenau beschäftigt, wo er für die Technik verantwortlich war. Mit der Idee für einen Harvester-Kopf machte er sich 1990 selbstständig und gründete die Konrad Forsttechnik GmbH. Damals noch in Wiesenau, verlagerte sich der Geschäftssitz bereits ein Jahr später an den heutigen Standort in Preitenegg.

Seit 2011 ist sein Sohn Markus Konrad Geschäftsführer, der den  Betrieb schließlich 2015 übernommen hat.

Im Laufe der Zeit wurden sukzessive neue Produkte entwickelt. »Wir sind international als Steilhangprofi bekannt. Unterschieden wird zwischen der Harvester-Technik und der Seilkran-Technik. Die Seilkrantechnik kommt zum Einsatz, wenn das Gelände so steil ist, dass man es nicht mehr befahren kann. In diesem Nischensegment sind wir Weltmarktführer«, gibt Geschäftsführer Markus Konrad Einblicke in die Geschäftsfelder.

»Unser Ziel ist es, das Unternehmen in allen Segmenten Schritt für Schritt weiterzuentwickeln. Es ergeben sich immer mehr Möglichkeiten und Länder bzw. Exportmärkte, in denen wir tätig sind. Die Entwicklung bleibt nie stehen«, lautet das Fazit zur Unternehmensentwicklung von Markus Konrad.

Tätig ist das Preitenegger Unternehmen weltweit. Das Hauptaugenmerk liegt auf Zentraleuropa, aber auch in Japan und Chile ist das Know-how sehr gefragt. »Im Grunde sind wir überall im Einsatz, wo es steil ist. Allerdings ändern sich die Anforderungen je nach Region. Wir verkaufen den Kunden nicht nur die Maschinen, sondern unterstützen sie auch mit Systemen und stehen beratend vor Ort zur Seite«, so Konrad. Die Exportrate der jährlich rund 250 gefertigten Maschinen liegt bei rund 65 Prozent. Die letzten Maschinen, die in Preitenegg gefertigt wurden, exportierte das Unternehmen nach Neuseeland.

Ausbildung und Technologie 4.0
Einen besonderes hohen Stellenwert haben für Markus Konrad die Lehrlinge: »20 unserer 115 Mitarbeiter sind Lehrlinge. Sie sind die Zukunft. Wer keine Lehrlinge ausbildet, braucht sich dann auch nicht über den Mangel an Facharbeitern wundern. Wir haben heuer wieder acht Lehrlinge aufgenommen. Viele unserer ehemaligen Lehrlinge bekleiden jetzt Führungspositionen, das spricht für die Ausbildung.«

Aufgrund der speziellen Berufsbilder ist es nicht immer einfach, gute Mitarbeiter bzw. Lehrlinge zu finden. Das ist laut Konrad eine der Herausforderungen.
Eine weitere Herausforderung ist es, mit der Technik Schritt zu halten: »Gerade in unserer Branche ist es wichtig, permanent Gas zu geben und damit stets auf dem neuesten Stand der Technik zu bleiben. Ich glaube, das gelingt uns nicht so schlecht.«

Ziel für die Zukunft
Ein Ziel, an dem die Konrad Forsttechnik arbeitet, ist es, – egal auf welchem Gelände – eine sichere Holzerntemethode anzubieten. »Wir investieren zwischen fünf und sieben Prozent unseres Jahresumsatzes in Forschung und Entwicklung. Wir wollen uns einer vollständigen Automatisierung annähern«, so Konrad abschließend.

// INFO

Konrad Forsttechnik GmbH
Oberpreitenegg 52
9451 Preitenegg
Tel: 04354 /2432
Web: www.forsttechnik.at

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