Die Umwelt liegt ihm am Herzen

Egal, ob Klimaschulen, »zweirad.rocks« oder ein eigener Stromtarif für das Lavanttal. Günther Rampitsch, Klima- und Energiemodellregion-Manager, hat immer seine Hände im Spiel.

Günther Rampitsch leitet seit Jänner die Wolfsberger Umweltabteilung

Wolfsberg. Ursprünglich war der gebürtige Prebler Günther Rampitsch in der Telekommunikationsbranche tätig und für den Aufbau von Mobilfunknetzen verantwortlich. Mit der Jahrtausendwende kam es aber zum großen beruflichen Wechsel. »Ich hatte schon immer viel mit Technologien zu tun. Anfang des neuen Jahrtausends wurden aber die grünen Technologien immer interessanter, da man sie ab diesem Zeitpunkt auch wirtschaftlich nutzen konnte«, erzählt Rampitsch. Damit war der Startschuss für eine neue Karriere gegeben.

2006 wagte er den Schritt in die Selbstständigkeit, gründete sein eigenes Ingenieurbüro und zog von Wien in das Lavanttal. Seither hat er im Bezirk zahlreiche Umweltprojekte auf Schiene gebracht: Er war hauptverantwortlich dafür, dass das Lavanttal eine Klima- und Energiemodellregion und mittlerweile auch eine Klimaanpassungsregion wurde. 

Über den Verein Energiezukunft Lavanttal wurden unter seiner Obmannschaft verschiedene Informationsveranstaltungen zu Themen wie sanieren, Fotovoltaik usw. abgehalten. 

Gemeinsam mit der LFS Buchhof wurde eine Internetplattform für Biomassehersteller und -nutzer erstellt, 15 Klimaschulen im Tal installiert und mit dem Lavantstrom ein eigener, günstiger Stromtarif für das Lavanttal geschaffen, sowie mit »zweirad.rocks« ein Verleihsystem für E-Roller entwickelt. Seit Jänner ist Rampitsch nun Leiter der Abteilung »Umwelt und öffentlicher Verkehr« der Stadtgemeinde Wolfsberg.

Das »grüne Dilemma«

Und wie kann das »grüne Dilemma« – erneuerbare Energie, aber ohne neue Anlagen zu bauen – gelöst werden? »Man muss Prioritäten festlegen. Will ich eine intakte Umwelt ohne Erzeugungsanlagen oder doch die Sicherheit, kein Geld in andere Länder zu schicken, wo Strom umweltschädlich erzeugt wird«, sagt Rampitsch. »Man muss sich halt entscheiden, welche Kompromisse man eingeht.«

Durch Schlamm und Dreck

Privat ist Rampitsch seit Kindheitstagen ein sportlicher Typ. »Mein erstes Bild zeigt mich im Alter von einem Jahr mit Skiern vor dem Lift bei uns in Prebl«, sagt er. In seinen Jugendjahren war er Snowboardlehrer auf dem Klippitztörl, und auch danach hat er immer Sport betrieben. 2008 kam er zum Triathlon. »Ich war immer sportlich, aber für einen Triathlon musste ich erst einmal richtig schwimmen lernen. Ich nahm Stunden, um Kraulen zu lernen. Mein großes Ziel war es, einen Ironman zu absolvieren. Das habe ich 2010 in Klagenfurt erledigt«, erzählt Rampitsch. Nachdem er ihn erfolgreich hinter sich gebracht hatte, ging er an ein neues Kapitel. 2018 nahm der Prebler auf Hawaii beim X-Terra-Cross, einem Off-Road-Triathlon teil. Unter fast 1.000 Teilnehmern belegte er am Ende in der Gesamtwertung Platz 308, in seiner Altersklasse wurde er sogar 38.

Familie und Thriller

Seine Freizeit nutzt Rampitsch, um Zeit mit seiner Familie zu verbringen, Sport zu betreiben oder ein spannendes Buch zu lesen. »Ich unterstütze meine Frau in ihrem Garten, und mit einem Kind, wird einem sowieso nie langweilig«, so Rampitsch.