Werden die Projekte nun umgesetzt?Ausgabe | Mittwoch, 3. April 2019

Für die einen ist Windkraft eine saubere, und vor allem unerschöpfliche Energiequelle, für die anderen wird dadurch die Landschaft verunstaltet und Vögel gefährdet. Auch im Lavanttal sind zwei Windparkprojekte in Planung. Infoveranstaltung am Donnerstag.

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Wolfsberg. Jedes Jahr wächst der Energiebedarf der Menschen. Energie aus Kohle zu gewinnen ist umweltschädlich, Atomkraft – wie die Reaktorstörfälle in Japan nach Erdbeben und Tsunami zeigen – ist gefährlich. Eine gute Alternative bietet der Wind. Er ist ein billiger, massenhaft vorhandener, sauberer und erneuerbarer Rohstoff, der für die Zukunft immer mehr an Bedeutung gewinnt. In Österreich stehen aktuell mehr als 1.300 Windräder, die rund elf Prozent der heimischen Energie erzeugen. Bis zum Jahr 2020 ist in der Alpenrepublik ein kontinuierlicher Ausbau geplant. Doch alles hat zwei Seiten, so auch die Windenergie. 

Pro Windkraft

Für die Nutzung von Windenergie spricht, dass der Wind im Gegensatz zur Sonne sowohl während des Tages  als auch nachts zur Verfügung steht. 

Für relativ rohstoffarme Länder wie Österreich bedeutet die Nutzung des Windes zusätzlichen Verzicht von Importen von Rohstoffen und Energie. Ein großer Vorteil ist außerdem, dass keine Form der Energiegewinnung so wenig Platz benötigt. Die verbrauchte Fläche durch Windkraftanlagen ist minimal und es gibt keinen Ausstoß von Schadstoffen, wie bei der konventionellen Stromerzeugung in Kraftwerken.

Gegen Windkraft

Natürlich lassen sich auch Nachteile finden. So stellt der Wind keine zuverlässige Energiequelle dar. Er ist nicht immer am richtigen Ort in der richtigen Stärke vorhanden. Der Erfahrung nach bläst er relativ regelmäßig in Küstennähe und auf Bergen. Kritisch betrachtet wird ebenfalls der Einfluss der Windkraftanlagen auf die Tierwelt. Vor allem Vögel sind von Windparks betroffen. Oftmals fliegen ganze Schwärme in die Rotorblätter und kommen so zu Tode. 

Und es gibt Menschen, die sich an dem durch Windräder veränderten Landschaftsbild stören.

Windkraftanlagen im Lavanttal

Auch im Lavanttal sind Windkraftanlagen geplant. Dominik Habsburg-Lothringen plant im St. Georgener Gemeindegebiet die Errichtung des »Windparks Koralpe«. Errichtet werden sollen dabei acht Windkrafträder. 

Und der Kamper »Energiebauer« Franz Dorner hat schon seit Jahren die Absicht, einen Windpark im Bereich Bärofen zu errichten. Derzeit läuft ein Vorprüfungsverfahren im Rahmen der Umweltverträglichkeitsprüfung (UVP). Mit einer Entscheidung rechnet Dorner bis Ende des Jahres.

»Windkraft ist für Österreich die einzige Chance, die Energiewende zu schaffen. Denn Sonnenenergie gibt es in der Zeit von November bis März einfach zu wenig«, sagt Dorner.

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