4:0-Sieg gegen St. Pölten

Auf dem Weg zum dritten Platz in der Meisterrunde hat der WAC mit dem 4:0-Erfolg gegen St. Pölten den nächsten Etappensieg eingefahren. Zwei Runden vor Saisonende liegen die Lavanttaler auf dem dritten Tabellenplatz und damit auf einem Euroleague-Platz.

Nach 4:0-Sieg ist WAC-Trainer Ilzer bewusst: »Wir haben noch zwei sehr schwere Spiele vor uns«

Wolfsberg. An diesem Muttertag stimmte auf dem Rasen in der Lavanttal-Arena fußballerisch fast alles, mit einer spielerisch begeisternden Leistung wurde St. Pölten auch vom Ergebnis her klar in die Schranken gewiesen. Dass an diesem, für die Lavanttaler Fußballgeschichte, wohl denkwürdigen Tag nur knapp 3.000 Zuschauer den Weg in die Arena fanden, war wohl auch dem kalt-nassen Wetter geschuldet. Dafür brannten die WAC-Kicker auf dem Rasen ein kleines »Feuerwerk« ab. Und das, obwohl die Rahmenbedingungen alles andere als günstig waren. Mit den beiden gesperrten Spielern Nemanja Rnic und Marcel Ritzmaier fehlten gleich zwei Stammspieler, doch wie schon in den Spielen zuvor in der Ära von Trainer Christian Ilzer, hat er mit seinem Team diese scheinbare personelle Schwäche unter der Woche bestens moderiert. Dass Manfred Gollner für Rnic wieder in der Innenverteidigung zum Zug kommen würde, war den Insidern klar, doch für Ritzmaier stand überraschend Stefan Gölles in der Startelf, der in dieser Saison verletzungsbedingt erst zwölf Minuten und zwar beim Auswärtsspiel in St. Pölten zum Einsatz kam. Gölles bedankte sich für das Vertrauen mit einem sehenswerten Kopfballtor zum zwischenzeitlichen 3:0, das die Partie vorzeitig entschied. Absolut sehenswert auch die ersten beiden Treffer. Beim 1:0 überraschte Kevin Friesenbichler St. Pöltens Tormann Christoph Riegler mit einem Weitschuss. Schere – Stein – Papier waren am 2:0 beteiligt. Sowohl Christopher Wernitznig als auch Mario Leitgeb wollten einen Freistoß ausführen. Wernitznigs Schere wurde von Leitgebs Stein geschlagen und der Sieger versenkte den Ball unhaltbar im Tor der Gäste. Für die Statistikfans unter unseren Lesern: Es war das erste Saisontor des WAC nach einem direkten Freistoß. Und der 4:0-Sieg war das erste Spiel in der Meisterrunde, in dem die Lavanttaler keinen Gegentreffer hinnehmen mussten. Auf dem Weg zum dritten Platz, der das internationale Geschäft bedeuten würde, hat die Ilzer-Truppe noch zwei schwere Etappen zu bewältigen. 

Am Sonntag geht es in die Generali-Arena zur Wiener Austria. Die Violetten aus der Bundeshauptstadt haben sich mit einem 3:1 bei Sturm Graz zurück in den Kampf um Platz drei gebracht und haben ebenso wie Sturm vier Punkte Rückstand auf den WAC. Die Wolfsberger haben es nun selbst in der Hand, mit dem dritten Platz einen der größten Erfolg eines Kärntner Vereins in der Geschichte des österreichischen Fußballs einzufahren und wer Christian Ilzer kennt, der weiß, dass er und sein Team in den nächsten Tagen gewissenhaft dran arbeiten werden. »Noch haben wir nichts gewonnen, nur das Spiel gegen St. Pölten. Wir haben noch zwei sehr schwere Spiele vor uns«, so der Trainer.

Foto: Pulsinger