Jetzt geht es gegen Sturm um allesAusgabe | Mittwoch, 22. Mai 2019

Den ersten Matchball im heissen Kampf um Platz drei in der Meisterrunde der Österreichischen Fußball-Bundesliga hat der RZ Pellets WAC in Wien mit einer 0:2-Niederlage vergeben. Das große »Finale« um das Euroleauge-Gruppenticket steigt nun am Sonntag.

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Wolfsberg, Wien. Dass der RZ Pellets WAC an guten Tagen jeden anderen Klub in der Meisterrunde, bis auf den LASK, schlagen kann, wurde in den bisherigen Spielen schon bewiesen. Fakt ist auch, dass, wie Trainer Christian Ilzer immer wieder feststellt, »wir in diesen Spielen an unsere Leistungsgrenzen gehen müssen um zu punkten«. So geschehen auch am Sonntag in der Generali-Arena in Wien Favoriten. Vor über 11.000 Zuschauern kämpften die Austrianer um ihre letzte Chance, doch noch Platz drei zu erreichen, auf dem nach der Niederlage aber immer noch der WAC steht. Die erste Halbzeit verlief äußerst ausgeglichen, die Wiener waren mit einem klaren Defensivkonzept auf den Platz gekommen und auch die Lavanttaler agierten eher verhalten. Echte Torchancen waren in den ersten 45 Minuten Mangelware. 

Auf beiden Seiten gab es einige Halbchancen, der WAC spielte eine vier zu drei Überzahl nach einem Konter nicht zu Ende, Marcel Ritzmaier hätte auch die Option gehabt zum mitgelaufenen und den völlig freistehenden Kevin Friesenbichler zu passen, entschied sich aber für den Abschluss, der allerdings nichts einbrachte.

In der zweiten Spielhälfte erhöhten die Hausherren den Druck, das 1:0 durch Bright Edomwonyi in der 55. Spielminute war die logische Folge. Als fünf Minuten später der Wiener James Joggi mit Gelb/Rot vom Platz flog hatte der WAC eine halbe Stunde Zeit, das Spiel in Überzahl noch zu drehen, doch nach einem Eckball konnte Alexandar Borkovic, am Fünfer völlig freistehend, im zweiten Versuch Tormann Alexander Kofler überwinden. »Der Hauptgrund für die Niederlage war heute, dass wir in den Duellen viel zu wenig aggressiv waren. Aus dem Spiel heraus haben wir wenige Chancen zugelassen. Die Qualität für einen Sieg hat heute gefehlt, aber wir hätten zumindest 0:0 spielen müssen«, analysierte WAC-Coach Ilzer.

Trotz der Niederlage hat sich an der Ausgangsposition im Kampf um Platz drei nichts geändert. Der WAC hat es noch immer selbst in der Hand, sich den Traum von der Europa-League-Gruppenphase zu verwirklichen. Mit einem Erfolg gegen Sturm Graz am Sonntag, dem 26. Mai, ab 17 Uhr, ist der dritte Platz fix. Nur wenn die Wiener Austria beim LASK gewinnt oder einen Punkt holt und der WAC verliert, dann muss sich die Ilzer-Truppe mit Platz vier und der Europa-League-Qualifikation begnügen.

Der WAC hat nun die große Chance im »Finale daham« einen  der größten Erfolge eines Kärntner Fußballvereins in der Geschichte überhaupt einzufahren. Aber auch für die Steirer ist dieses Spiel die letzte Chance, doch noch Platz vier zu erreichen, vorausgesetzt der LASK »schenkt« der Austria keine Punkte.

Foto: Pulsinger

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