Renault Zoe: Stadtflitzer und Reichweiten-MeisterAusgabe | Mittwoch, 3. Juli 2019

Auf den ersten Blick merkt man dem Franzosen nicht an, welche Kraft in ihm steckt. Der Elektromotor verleiht dem Zoe sehr agile Fahreigenschaften, die am Asphalt die reinste Freude wecken. Je nach Fahrverhalten meistert der Wagen bis zu 350 Kilometer am Stück.

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Unterkärntner Nachrichten Redakteur Philipp TripoltVon Philipp Tripolttripoltno@spamunterkaerntner.at
Der Renault Zoe R110 überzeugt mit großer Reichweite und dynamischem Fahrverhalten. Der rein elektrisch betriebene Kleinwagen erwies sich bei der Testfahrt als perfektes Gefährt für die Stadt, meistert aber auch steilere Anstiege mühelos. Die Instrumententafel unterstützt den Fahrer mit optischen Hinweisen seinen Fahrstil zu optimieren. Foto: Tripolt

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Wolfsberg. Der Renault Zoe ist eines von aktuell vier Modellen der »Renault Z.E.«-Linie und gilt als eines der beliebtesten Elektroautos Europas. »Z.E« steht für »Zero Emissions« und kennzeichnet damit die Elektro-Palette des französischen Automobilherstellers.

Erhältlich ist der Zoe mit insgesamt drei verschiedenen Motorisierungen: R90, R110 und Q90. Die Q90-Version und der R90 sind nahezu ident, allerdings verfügt der Q90 über eine Schnellladefunktion.

Vom Autohaus Penz in Wolfsberg erhielten die Unterkärntner Nachrichten die dritte und zugleich leistungsstärkste Version des Renault Zoe, den R110. Der Elektromotor leistet dauerhaft 72 PS und kann eine vorübergehende, kurzfristige Spitzenleistung von 108 PS vorweisen – keine  schlechte Kennziffer für einen elektrischen Kleinwagen. Das sollte auch die Probefahrt deutlich unter Beweis stellen.

Reichweite optimieren
Schon beim ersten Platznehmen staunt der Redakteur nicht schlecht: Eine Reichweite von 382 Kilometern wird im Display des vollgeladenen E-Autos angezeigt. Realistisch sind 300 bis 350 Kilometer. Die maximale Reichweite ist allerdings von verschiedenen Faktoren abhängig – in erster Linie vom Fahrverhalten und den gewählten Einstellungen. Hilfestellung, sein persönliches Fahrverhalten zu optimieren, bietet der Ökonometer auf der Instrumententafel. In Echtzeit wird der Energieverbrauch des Fahrzeugs angezeigt. Wird der Fuß vom Gaspedal genommen oder gebremst, wechselt die Anzeige auf Blau, das Auto speichert Energie. Im grünen Nutzungsbereich liefert der Akku die notwendige Energie für die Fortbewegung, man fährt damit im optimalen Bereich. Überschreitet man diese grüne Zone, gelangt man in den gelben Verbrauchsbereich, der einen nicht empfohlenen Verbrauch anzeigt. Ebenso erscheint der Tachohintergrund grün, blau oder violett und gibt damit Aufschluss über den Fahrstil und wie sanft und sparsam die Fahrweise ist.

Der Zoe verfügt zusätzlich noch über einen »Eco-Modus«, dessen Funktion die Reichweite zusätzlich erhöhen soll. Dieser Batteriesparmodus hat Einfluss auf verschiedene energieverbrauchende Systeme des Fahrzeugs und sein Fahrverhalten. So wird zum Beispiel die Höchstgeschwindigkeit des Zoe von 135 km/h auf ca. 90 km/h gedrosselt.  Bei der Testfahrt kam dieser aber nur kurz zum Einsatz, denn, so ehrlich muss man sein, ein Elektro-Auto macht Spaß. Und das ist besonders der Fall, wenn man seine ganze Leistung abrufen kann. So überzeugt der kleine Franzose mit seiner agilen Art und dem dynamischen Auftreten.

Bei der Testfahrt sorgte der Zoe, trotz des fehlenden Motorgeräuschs, aber dank des ausdrucksstarken Designs für Aufsehen. Für einen Blickfang sorgt in erster Linie die markante Lichtsignatur an der Front sowie die facettenreichen, diamantförmigen Heckleuchten. Die blauen Akzente in den Leuchtelementen heben die Charakteristik des Elektroautos zusätzlich hervor.

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