Schlossberg

Alljährlich im Juni nden rund um den Schlossberg der Zauberwald und die mystische Nacht- wanderung statt. In diesem Jahr stammen sowohl das Stück für den Zauberwald für die Kinder „Der graue Wolf vom Schlossberg“, als auch das Werk für die mystische Nachtwanderung „Die sieben Todsünden“ aus der Feder des Wolfsbergers Maximilian Theiss.

Von den Todsünden bis hin zum Grauen Wolf vom Schlossberg

WOLFSBERG. Seit 2016 gibt es neben dem Märchenwald – der bei Kindern und Familien sehr beliebt ist – auch die mystische Nacht- wanderung, die an das erwachsene Publikum gerichtet ist. Beim diesjährigen Märchenwald vom 15. bis 17. Juni geht es um „Den grauen Wolf vom Schlossberg“, einem Stück mit zwölf Stationen, das vom Wolfsberger Maximilian Theiss, der selbst seit 2014 als Darsteller mitwirkt, geschrieben wurde. Natürlich werden die Kinder auch heuer wieder bei der abenteuerlichen Reise in die Geschichte eingebunden und müssen auf ihrem Weg vom Haus der Region durch den Schlosswald zum Schloss wieder einige Aufgaben lösen.

 

Die sieben Todsünden

Am 22. Juni wird dann zum dritten Mal zur mystischen Nachtwanderung geladen. In den letzten beiden Jahren wurden die Stücke dabei von der Theatergruppe Wattens zugekauft, in diesem Jahr hat das Stück Theiss geschrieben. „Die Tiroler konnten uns heuer kein neues Stück liefern und ich hatte schon lange die Idee mit ,den sieben Todsünden‘ im Kopf. Und nach Rück- sprache mit dem Stadtmarketing wurde ich schließlich damit beauftragt, ein Stück für die diesjährige Nachtwanderung zu schreiben“, erzählt Theiss. Wie der Name „Die sieben Tod- sünden – die Schattenseiten unseres Seins“ schon sagt, werden den Besuchern bei den einzelnen Stationen die Todsünden schauspielerisch nähergebracht werden. „Es ist ein Stück, welches zum Nachdenken anregt. Ich bin mir sicher, dass die Besucher viele der Eigenschaften der einzelnen Sünden auch bei sich wiedererkennen“, so Theiss. Aufgrund seiner Erfahrungen bei den vergangenen Veranstaltungen und dem regionalen Bezug, konnte er das Stück optimal an den Ort anpassen. Die Wanderung startet wie gewohnt beim Haus der Region. Von dort aus werden die Teilnehmer von einem Begleiter durch die neun Stationen geführt, ehe die rund 60-minütige Wanderung beim Schloss ihr Ende findet. Am Ende der Reise sollte jeder Besucher für sich beantworten können, ob es die klassischen Todsünden noch gibt. „Der Besucher soll nach Hause gehen und sagen: Wir haben es selbst in der Hand“, meint Theiss.

 

Folgt eine Fortsetzung?

„Wenn das Stück heuer gut ankommt, könnte ich mir schon vorstellen, eine Fortsetzung, dann über die Tugenden zu schreiben. Heuer habe ich mich mit den Todsünden beschäftigt, da das Böse die Men- schen schon immer mehr faszinier- te als das Gute“, erzählt Theiss, der sehr stolz darauf ist, dass mittlerweile auch schon die Theatergruppe Wattens nachgefragt hat, ob sie dieses Stück im nächsten Jahr bei ihrer Nachtwanderung in Wattens aufführen dürfen.