Idyllischer Spaziergang durch die „Verbotenen Gärten“

Zur Einstimmung auf die offizielle Eröffnung der „Verbotenen Gärten“ in St. Andrä vergange- nen Samstag gab es in der Basilika Maria Loreto ein Konzert von Musikschülern der Musikschu- len des Unteren Lavanttales unter der Leitung von Kapellmeister Walter Schildberger. Einblicke zur Geschichte der neu geschaffenen Ruheoase (Generationenpark) samt Panoramaweg gab Kulturstadträtin Reinelde Kobold-Inthal. Landesrat Daniel Fellner, damals in seiner Funktion als Vizebürgermeister von St. Andrä maßgeblich an der Planung dieses Projektes beteiligt, gab Informationen zur Umsetzung. Mit der Segnung durch Bischofsvikar Pater Gerfried Sitar und mit einem Platzkonzert der Stadtkapelle St. Andrä wurde der neue Panoramaweg eröffnet

Idyllischer Spaziergang durch die „Verbotenen Gärten“

ST. ANDRÄ. Danach stand einem Rundgang auf dem Panoramaweg, der die Basilika mit der Domkirche verbindet, nichts mehr im Wege. Bei prächtigem Frühsommerwetter haben entlang des Spazierwegs die örtlichen Vereine bestens für das leibliche Wohl der vielen Besucher gesorgt. Die Geschichte der „Verbotenen Gärten“ und des Generationenparks reicht ins Jahr 2014 zurück, als ei- ne professionelle Agentur gemeinsam mit Verantwortungsträgern der Stadtgemeinde St. Andrä unter Miteinbeziehung der Bürger Ideen gesammelt und Visionen erarbeitet hat, um die Attraktivität und die Qualität der Innenstadt zu steigern. Es wurden hunderte Anregungen gesammelt und seither auch schon einige konkrete Maßnahmen umgesetzt – wie Plätze zum Verweilen geschaffen, regelmäßige Aktivitäten gesetzt, Leerstände genutzt usw.  Eines der brennendsten Themen war die Öffnung historischer Innenhöfe und die Erschließung der Stadtmauer mittels eines rund 500 Meter langen Panoramawegs – auch, um den Aufschwung des zunehmenden Pilger- und Wallfahrtswesens durch die Ernennung der Basilika 2014 bestmöglich zu nutzen.  Bei den „Verbotenen Gärten“ handelt es sich um eine für die Bürger der Stadt jahrelang verborgene (uneinsichtige) Grünfläche unterhalb der ehemaligen bischöflichen Residenz Providentia, die heute ein Pflegeheim der Caritas ist. Einst sollen dort Nonnen Salat und Gemüse angepflanzt und durch ein Tor an die Bürger abgegeben haben, wie die Großelterngeneration zu berichten weiß.

 

Gestaltung & Durchbrüche

Diese grüne Oase mitten in der Stadt – unweit der vielbefahrenen Hauptstraße gelegen – wurde nun im Rahmen eines groß angelegten Projekts erschlossen. So führt der Panoramaweg jetzt als Verbindung zwischen den beiden Kirchen größtenteils durch den als Generationenpark angelegten Garten. Ein Rundgewölbe mit einer Marienstatue alias „Lourdes-Grotte“ blieb erhalten. Neben dem Wegebau und der Gestaltung der Grünflächen wurden auch ein Teich angelegt sowie Pflanzen und Bäume gesetzt und Geländer und eine Beleuchtung installiert. An zwei Stellen sind Durchbrüche zwischen den Häusern in die Innenstadt geplant, wobei einer bereits realisiert wurde und begehbar ist.
Um die Anbindung an den Radweg R10 zu stärken, wurde eine Ladestation für E-Bikes installiert und einzelne Sitzgelegenheiten und die Parkmöblierung laden zum Ver- weilen ein. Um die Anbindung des Panoramawegs am südlichen Ende in Richtung Domkirche zu vervollständigen, wurde im Juli 2017 eine Fußgängerbrücke als Stahl-/ Betonkombination realisiert, die auch Barrierefreiheit gewährleistet. Der Panoramaweg und damit der Zugang zum Areal des Generationenparks wird mittelfristig noch digital ergänzt, wobei Besucher an mehreren Stationen Wissenswertes über die Geschichte der Stadt und ihrer Bewohner erfahren sollen.

 

Finanzierung

Die geplanten gesamten Investitionskosten liegen bei rund 600.000 Euro. Das Projekt „Die Verbotenen Gärten von St. Andrä – Generationenpark“ wird vom Bundesministerium für Land- und Forstwirtschaft, Umwelt und Wasserwirtschaft, dem Land Kärnten und der Europäischen Union unterstützt. Den restlichen Teil der Kosten trägt die Stadtgemeinde St. Andrä.