Einblicke ins Programm:

WOLFSBERG. Anfang April wird erneut das zweitägige Fest der Barmherzigkeit der Pfarre Wolfsberg stattfinden. Dabei konnten hochkarätige Gäste für die Veranstaltung gewonnen werden, wie Pater Antonio Sagardoy und diePräsidentin der Katholischen Aktion Kärnten Iris Strasser. Beide werden am Sonntag, dem 8. April im Rahmen der „Impulse des Tages“ (Beginn: 16.15 Uhr) sprechen. Die Unterkärntner Nachrichten haben mit beiden über ihr Verständnis von Barmherzigkeit und ihren Redebeitrag gesprochen.

Fest der Barmherzigkeit

Sagardoy:„Gott hat ein offenes Herz für uns“ Was für eine Bedeutung hat Barmherzigkeit in unserer heutigen Zeit und für die Katholische Kirche?

Pater Antonio Sagardoy: In einer Gesellschaft, die von Kopflastigkeit geprägt ist, wollen wir einen Gott sichtbar machen, der ein offenes Herz für uns Menschen hat. Es ist unsere Aufgabe den Menschen in Erinnerung zu rufen, dass Gott seinen Sohn zu uns gesandt hat, nicht um uns zu richten, sondern um uns aufzurichten. Was bedeutet die Initiative dieses Festes in Wolfsberg für die Katholische Kirche?

Sagardoy: Voriges Jahr wurde das Fest zum ersten Mal in Wolfsberg gefeiert. Dieses Fest hat gezeigt, wie viel Kraft und Zuversicht die Erfahrung der Barmherzigkeit Gottes den Menschen schenkt. Die Absicht Gottes ist nicht die Verurteilung, sondern die Rettung der Welt. Es ist in meinen Augen sehr wichtig, diese Bewegung der Barmherzigkeit fortzusetzen.

Sie werden die „Impulse des Tages“ mitgestalten. Was dürfen sich die Besucher von Ihrem Beitrag erwarten?

Sagardoy: Der Schwerpunkt meines Beitrags lautet: Gott hat ein offenes Herz für uns. Ich möchte auf die Haltung Gottes aufmerksam machen, auf die Möglichkeit zu ihm zu kommen, ihm zu begegnen und mit ihm vertrauensvoll zu sprechen. Gott legt Wert darauf, mit uns Menschen in Kontakt zu treten.

 

Strasser: „Miteinander ins Gespräch kommen“ Sie sind Präsidentin der Katholischen Aktion Kärnten – was sind die Aufgaben der Organisation?

Strasser: Die Katholische Aktion ist die größte Laienorganisation in der Katholischen Kirche und Dachorganisation für verschiedene Teilbereiche, wie die Jungschar, die Katholische Frauenbewegung oder das Katholische Familienwerk. Gemeinsam ist diesen, dass sie sich für andere Menschen einsetzen und Angebote für diese haben, zum Beispiel im Bereich der Kinderbetreuung. Diese Angebote kommen nicht von Klerikern, sondern tatsächlich von Laien, von Katholiken, die bereit sind, ihre Erfahrungen einzubringen und für die Gesellschaft gestaltend zu wirken.

Was bedeutet die Initiative dieses Festes in Wolfsberg für die Katholische Kirche?

Iris Strasser: Es ist sehr wichtig, Menschen einzuladen und sich bewusst mit dem Thema Barmherzigkeit auseinanderzusetzen. Es ist gut, dass die Kirche neue Formate anbietet und Menschen dazu einlädt, ins Gespräch zu kommen. Diese sind wichtig, um die Gemeinschaft zu fördern, gerade auch in einem Tal wie dem Lavanttal, aber auch darüber hinaus.

Sie werden die „Impulse des Tages“ mitgestalten. Was dürfen sich die Besucher von Ihrem Beitrag erwarten?

Strasser: Ich werde mich in meinem Beitrag damit auseinandersetzen, welche Voraussetzungen im Alltag gegeben sein müssen, um Barmherzigkeit leben zu können und darüber sprechen, dass diese Haltung sowohl Geschenk als auch ein Auftrag ist. Ich werde versuchen, das Thema Barmherzigkeit, das schwer zu greifen ist, anhand meiner persönlichen Situation zu erläutern.