Von Prebl nach Gräbern auf der RumpelpisteAusgabe | Mittwoch, 15. August 2018

Die Verbindungsstraße zwischen den Orten löst sich auf, Bürger fordern eine Lösung. Es wird zwar saniert– aber ein anderer Abschnitt.

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Wer vom Dorfplatz in Prebl zur Pfarrkirche Gräbern fährt, muss sich und sein Auto einbremsen oder an neue Stoßdämpfer denken: Die Fahrbahn ist schlecht. Stadtrat Steinkellner stellt Lösung in Aussicht. #

Gräbern-Prebl. »Erst der harte Winter und dann die Lavanttal- Rallye – die hat der Straße den Rest gegeben.« So lautet die Erklärung der Prebler Bürger, warum die Verbindungsstraße nach Gräbern in dem schlechten Zustand ist, wie sie ist. Die Betroffenen fordern: »Es muss etwas geschehen!« Der zuständige Wolfsberger Stadtrat hat gute und schlechte Nachrichten: Es wird saniert – aber ein anderes Straßenstück. Da nicht nur nach Rom, sondern auch von Prebl nach Gräbern viele Wege führen, eine Erläuterung: Die Rede ist von jener Straße, auf der man vom Dorfplatz in Prebl zur Pfarrkirche Gräbern und dem dahinter liegenden Hotel-Gasthof »Deixelberger« gelangt. Sie führt durch mehrere kurze Waldpassagen, bei denen das Auto gute Stoßdämpfer und der Lenker Fahrgeschick benötigt. Denn die Aufbrüche im Asphalt sind teils nicht von schlechten Eltern, wie die Unterkärntner Nachrichten bei einem Lokalaugenschein feststellten. An einigen Stellen haben sich zum Bankett hin Mulden gebildet, die bei Berührung keine Wohltat für die Reifen darstellen. Die Risse im Fahrbahnbelag schütteln die Autoinsassen durch, dazu verringern sie bei einem plötzlichen Bremsmanöver die Bodenhaftung. Und: Jetzt ist Sommer. An die winterliche Rutschpartie, die entstehen wird, wenn die stets mit Wasser gefüllten Spalten zufrieren, mag man noch gar nicht denken.

Sie waren es nicht Die Rallye wird vom MSC Lavanttal veranstaltet. Dort weist man die nachgesagte Schuld am schlechten Straßenzustand zurück. »Auf dieser Strecke wird die Rallye seit Jahrzehnten geführt«, sagt Günther Joham, stellvertretender Obmann des Motorsportclubs, »wir sind bemüht, dass die Straßen so wenig wie möglich in Mitleidenschaft gezogen werden. Dazu ergreifen wir auch spezielle Maßnahmen. Außerdem sprechen wir von 250 Fahrten im Bewerb. Wir können uns nicht vorstellen, dass das maßgeblichen Ausschlag für den derzeitigen Zustand der Straße gegeben haben soll.« Dazu seien dem MSC nach der Veranstaltung im heurigen April auch keine Schäden gemeldet worden, sagt Joham. Wer letztlich die Schuld trägt, weiß auch Josef Steinkellner, der für Straßen zuständige Stadtrat von Wolfsberg, nicht. Er sagt: »Wir werden vielleicht heuer, spätestens aber nächstes Jahr den Abschnitt vom Hotel Deixelberger bis zur Autobahnbrücke sanieren. 120.000 Euro sind dafür vorgesehen.« Eine hervorragende Nachricht, die aber leider nicht den angesprochenen Verkehrsweg betrifft. Der ist im aktuellen Straßensanierungsprogramm nicht gelistet. Steinkellner macht aber dennoch Hoffnung: »Bei diesem Abschnitt müssen wir schauen, ob er ausgebessert oder neu gebaut wird. Vielleicht klappt es 2019 – wenn es das Budget zulässt.«

850.000 Euro Der Gemeinde Wolfsberg stehen heuer und im kommenden Jahr 850.000 Euro für Straßensanierungen zur Verfügung. 25 Prozent davon kommen vom Land Kärnten, das im Rahmen der »Kommunalen Bauoffensive« speziell kommunale Tiefbauvorhaben fördert.

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