Von Jung bis Junggeblieben dankte es

So viel Programm muss man an zwei Tagen erst einmal unterbringen: Vielfalt par excellence wurde beim Sommerfest 2018 des »Container25« geboten – das zahlreiche Publikum von Jung bis Junggeblieben dankte es.

»Container25«-Sommerfest als genreübergreifendes Gesamtkunstwerk

Hattendorf. Workshops, Musik und Lesungen – alles in großer Bandbreite und durchaus zu gesellschaftsrelevanten Themen – das war das heurige Sommerfest der 2009 gegründeten Kulturinitiative »Container25« in der ehemaligen Kunstmühle Eberhard in Hattendorf bei St. Michael. Gestaltet wurde es von allen Protagonisten, die auch sonst übers Jahr für ein reiches Programm in der Kulturstätte sorgen. Also vom »Container25« mit Obmann Christof Volk und seinem Team, vom Kollektiv der »Anteaters« und von den »Containerkindern« – jeder hatte sich in die Vorbereitung eingebracht und half bei der Durchführung mit, sodass das Fest ein gelungenes Gesamtkunstwerk werden konnte. Workshops machten am Samstag den Anfang – erst zum Thema Zivilcourage und Antirassismus. Dazu Obmann-Stv. Daniel Gönitzer: »Es ging darum, wie man rassistischen Übergriffen oder Aussagen in der Öffentlichkeit begegnen kann. Dieses wichtige Thema unserer Zeit interessierte ein gemischtes Publikum aller Altersgruppen.« Weiter ging es mit einem Vortrag über die »Coconut-Revolution« in Papua-Neuguinea, wo sich eine indigene Bevölkerungsgruppe gegen die Regierung und Armee auflehnte, die natürliche Ressourcen ausbeuten wollte. Es hieß damals wirklich »mit Pfeil und Bogen gegen Maschinen und Waffen«, und die Ureinwohner blieben letztlich erfolgreich. Über dieses spannende Thema haben in Hattendorf zwei ehemalige Entwicklungshelfer berichtet. Weiter ging es mit einem Theaterworkshop, wobei zwei Stunden lang ein Stück erarbeitet wurde und danach eine kurze Aufführung stattfand. Das Konzertprogramm an beiden Tagen war mehr als abwechslungsreich – es konnten neben einheimischen Bands und DJs auch Künstler aus Slowenien und Großbritannien willkommen geheißen werden. Für »echte« und elektronische, jeweils auch gut tanzbare Musik war jedenfalls gesorgt. Der gechillte Ausklang des Fests am Sonntagnachmittag konnte aufgrund des herrlichen Sommerwetters wie geplant mit drei Konzerten am Pool stattfinden.