Tourismus auf der Koralpe Ausgabe | Mittwoch, 25. Juli 2018

Im August wird der erste der beiden Flow Trails für Mountainbikes eröffnet. Dietmar Riegler hat rund 550.000 Euro für das Projekt gesetzt. Es gibt auch andere Interessenten, die am Berg investieren wollen.

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WOLFSBERG. Über Almen, durch den Wald, Steilkurven, Sprünge, und immer talwärts - Adrenalin-Junkies werden in Zukunft auf der Koralpe ein Eldorado vorfinden. In der zweiten Augusthälfte wird der erste von zwei Flow Trails für Mountain-Bikes  in Betrieb gehen. Im Vollausbau wird es zwei Strecken mit einer Länge von jeweils vier Kilometern geben. Gestartet wird bei der Bergstation der Burgstallhofenbahn, mit der man gemütlich auf knapp über 1.800 Meter Seehöhe gebracht wird. Aber nicht nur Profis können den Flow spüren, die Strecken sind auch für Anfänger geeignet. Wer sein Können verbessern oder testen will, kann das auf einem 5.500 Quadratmeter großen Übungsgelände tun. In der Sommersaison von Juni bis Ferienende werden die Trails zwischen 10 und 17 Uhr geöffnet sein. In der Vor- und Nachsaison wird der Lift nur an den Wochenenden verkehren. Eine Tageskarte wird 25 Euro kosten. Räder und Ausrüstung kann man sich ausleihen. Profis werden für die vier Kilometer lange Strecke rund zehn Minuten brauchen.

EU-Förderung

RZ-Bellets-Chef Dietmar Riegler hat 550.000 Euro in die Hand genommen, um die beiden Mountain-Bike-Trails zu bauen. 100.000 Euro davon steuerte die EU bei. Ob sich auch die Gemeinde Wolfsberg finanziell an dem Projekt beteiligen wird, steht noch nicht fest. »Wir wollen damit den Sommertourismus auf der Koralpe beleben«, erzählt Heinz Worofka, der Geschäftsführer der SW Koralpe GmbH und erläutert weiter: »Für den Liftbetieb im Winter benötigen wir viel Spezialpersonal, dass bekommt man aber kaum, wenn man die Leute nur vier bis fünf Monate beschäftigen kann. Außerdem gib es eine Infrastruktur, die Millionen kostet und im Sommer nicht genützt wird.« Deshalb hat man nachgedacht, wie man die Sommersaison ankurbeln könnte. »Die Leute wollen Action - und die können wir bieten«, sagt Worofka, der das Konzept für die Trails ausgearbeitet hat und Dietmar Riegler überzeugen konnte. Auch die Grundeigentümer - die Familie Flick besitzt rund 90 Prozent der Grundstücke, zehn Prozent gehören dem Stift St. Paul - zogen mit, und so konnte im Mai mit dem Bau begonnen werden.

Bester Winter

Die Burgstallhofenbahn wird natürlich auch Wanderern zur Verfügung stehen, und auch sonst soll sich im Umfeld einiges tun. »In der Nähe der Bergstation soll ein Gastronomie-Betrieb entstehen, und wir müssen dort oben einen neuen Speicherteich bauen, der im Sommer zu einem Erlebnisteich für Kinder werden soll«, verrät der Geschäftsführer.  Ebenfalls erfreulich: Die abgelaufene Wintersaison war die erfolgreichste seit 15 Jahren, und es gibt Interessenten, die auf der Koralpe investieren wollen.

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