Die Kurzgeschichten von Christopher Poms Ausgabe | Mittwoch, 18. Juli 2018

Der 25-jährige Lavanttaler Christopher Poms schreibt bereits seit der Schulzeit eigene Texte. Vor allem die literarische Form der Kurzgeschichte hat es ihm angetan. Eine davon hat der niederländische Schriftsteller Ruud van Weerdenburg illustriert.

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LAVANTTAL/GRAZ. Während seiner Schulzeit im Stiftsgymnasium St. Paul hat Poms seine Liebe zum literarischen Schreiben entdeckt, dazu trug insbesondere seine Auseinandersetzung mit dem Schriftstellers Franz Kafka bei. Zunächst beschäftigte er sich mit lyrischen Formen, wie Sonetten. Mittlerweile liegt sein Hauptaugenmerk auf Prosa, insbesondere dem Genre Kurzgeschichten. »Diese erlauben es, sich auf das Wesentliche zu konzentrieren und dabei trotzdem detailliert zu arbeiten. Auch ist es bei einer Kurzgeschichte eher möglich, einen homogenen Text zu schaffen oder Pointen darzustellen, als es bei längeren Literaturformen der Fall ist«, erklärt Poms. 

Das Individuum im Blick

Eine erste Printveröffentlichung von Poms erfolgte 2015: Im Eigenverlag erschien die Kurzgeschichtensammlung »Quod placens displicit – Die Krankengeschichte des Friedrich Kar und weitere Erzählungen «. Treffend schildert er in kurzen Einblicken die Welt der Figuren und die Unterschiede zwischen Innen- und Außensicht in einer Welt, die dem Leser verzerrt erscheint. Gegenwärtig arbeitet er an einem zweiten Buch. Was dürfen die Leser erwarten? »In erster Linie gilt mein Interesse nach wie vor dem Individuum und dem persönlichen Erleben. Die konkreten Themen in diesem Rahmen ändern sich aber natürlich«, meint Poms.

Max Frisch Freundeskreis

Auch in verschiedenen Literaturzeitschriften hat er bereits publiziert, etwa in der Straßenzeitung »We the people« und der Literaturzeitschrift »Montauk«. Letztere wird vom Max-Frisch-Freundeskreis herausgegeben. Zu dem seit 2008 in Graz wirkendem Verein, der sich intensiv mit dem Werk von Max Frisch beschäftigt, hat Poms eine besondere Verbindung aufgbaut. Ausschlaggebend dafür war, dass er auf den niederländischen Autor Ruud van Weerdenburg – ein Gründungsmitglied des Max-Frisch-Freundeskreises – traf. »Ruud und ich haben uns bei einer Lesung im ‚kunstGarten‘ in Graz kennengelernt. Seitdem arbeiten wir immer wieder zusammen, zum Beispiel bei gemeinsamen Lesungen«, erzählt Poms.

Wirkung von Text und Bild

Zu seiner Kurzgeschichte »Robert und der Seiltänzer« hat der niederländische Autor Ruud van Weerdenburg eine Illustration angefertigt, die den waghalsigen Seiltänzer in Aktion zeigt. In der Geschichte schildert Poms das Zwiegespräch eines nicht namentlich genannten Seiltänzers mit der Figur Robert. Wie das Bild nicht nur eine Ergänzung zum Text darstellt, sondern mit diesem in Wechselwirkung tritt, wird daran deutlich sichtbar. Die Figur des Seiltänzers tritt durch die Illustration dem Leser entgegen, bevor er sich selbst ein Bild davon machen kann.

Weitere Veröffentlichungen

Neben dem zweiten Kurzgeschichtenband werden in nächster Zeit Texte in den Grazer Literaturzeitschriften »Montauk« und »mischen « veröffentlicht. Wer weitere Einblicke bekommen will: Am Dienstag, dem 7. August, wird Poms in der Sendung »Literarische Sprechstunde« bei Radio Helsinki zu Gast sein.

 

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