Die vegane Ernährung

Immer mehr Menschen entscheiden sich für ein Leben ohne Fleisch und tierische Produkte. Die vegane Ernährung hält schlank, steigert das Wohlbefinden und schützt die Natur. Sie birgt aber auch Gefahren.

Vegane Kost: Ein Trend mit Risiken

LAVANTTAL. Vegane Ernährung liegt voll im Trend – Veganismus lehnt nicht nur den Verzehr von Tierkörpern, sondern überhaupt jede Nutzung von Tieren und tierischen Produkten ab. Bedeutet: keine Eier, kein Honig, keine Milchprodukte (Butter, Käse, Obers). Dennoch sind Veganer von Außenseitern zu Trendsettern geworden, wenngleich die Beweggründe für fleischlose Ernährung höchst unterschiedlich sind.

Ethisch motiviert

Egal ob aus Tierschutzgründen oder wegen gesundheitlicher Überlegungen, der absolute Verzicht auf tierische Produkte hat durchaus positive Effekte auf den Körper, allzu einseitige Ernährung sollte aber vermieden werden. Ein ausgewogener Speiseplan ist daher absolutes Muss, um Ernährungsmängeln vorzubeugen und die Vorteile der veganen Ernährung optimal zu nutzen, gewisse Nachteile bleiben aber trotzdem. Nicht alle Veganer sind so stark ethisch motiviert, dass sie auch bei der Kleidung und den weiteren tierischen Produkten auf die Nutzung gänzlich verzichten wollen. Die Gründe für vegane Ernährung werden zwar oft im Tierschutz verankert, doch viele reizt die vegane Ernährung auch, weil sie so die schon eingeübten Techniken der vegetarischen Ernährung weiter ausbauen können.

Vorteile

Pluspunkt der veganen Ernährung ist, dass sie eine kalorienarme und gesunde Ernährung sichert. Man kann also auf Diäten oder andere Methoden verzichten, wenn man abnehmen möchte. Eine dauerhafte Ernährungsumstellung sorgt zusammen mit viel Bewegung für ein besseres Lebensgefühl, zumal man auch sicher sein kann, dass durch die eigenen Verhaltensweisen Tiere nicht unnötig belastet werden müssen. Die vielfältig ausgerichtete vegane Ernährung kann deshalb als gesund gelten, weil sie auf Gemüse und andere pflanzliche Produkte setzt, die über wenig Fett und Kohlehydrate verfügen. Insgesamt ist diese Ernährungsweise dadurch geprägt, dass natürliche Ressourcen besser genutzt werden. Vegane Ernährung ist also besser für das Klima als die übliche Ernährung mit viel Fleisch.

Gefahren

Bei der Beurteilung veganer Ernährung sind sich Ernährungswissenschafter alles andere als einig – vor allem die Gefahr von Nährstoffdefiziten wird häufig genannt. Vor allem während der Schwangerschaft, in der Stillzeit und während des jugendlichen Wachstums bestünden Risiken einer Mangelernährung. Ausdrücklich genannt werden Eiweißdefizite und Defizite an Eisen, Calcium, Jod, Zink, Riboflavin, Vitamin B12, Vitamin D und bestimmten Fettsäuren. Während Fett allgemein in ausreichender Menge durch die vegane Ernährung beschafft werden kann, gibt es ein grundsätzliches Problem bei der Eiweißzufuhr. Denn im Gemüse und im Obst ist kaum Eiweiß vorhanden. Eiweiß wird aber benötigt, um dem menschlichen Stoffwechsel ausreichend Nährstoffe zuzuführen.

Genüsse

Vegane Ernährung ist vorteilhaft, wenn man auf Vielfalt achtet und sichert, dass man dem Körper ausreichend Eiweiß zuführt. Sie kann bei zusätzlicher Nährstoffzufuhr ohne Probleme bis ins hohe Alter praktiziert werden und man hat dabei bessere Chancen, sein Idealgewicht zu halten oder zu erreichen. Auf Genuss müssen Veganer heutzutage dabei längst nicht mehr verzichten – es gibt zahlreiche Geschäfte und Restaurants, die auf vegane Nahrungsmittel spezialisiert sind und im Internet finden sich auf speziellen Rezeptportalen zahlreiche vegane Rezepte, die für Anfänger und ambitionierte Hobbyköche gleichermaßen geeignet sind.