Die ASTAM GmbH in St. Andrä

Bis zum Ende des heurigen Jahres wird die ASTAM GmbH in St. Andrä in den 30 Jahren ihres Bestandes nicht weniger als 7,5 Millionen investiert haben – ein Fünftel davon wird noch heuer verbaut. Die Kernkompetenzen des Familienbetriebs blieben seit Beginn gleich.

ASTAM setzt seit 30 Jahren auf solides Wachstum

ST. ANDRÄ. »Nichts ist mächtiger, als eine Idee, deren Zeit gekommen ist«, lautet ein bekanntes Sprichwort, das auf viele Lavanttaler Firmen zutrifft – ganz gewiss auch auf die Allgemeine Stahl-, Anlagen- und Maschinenbau GmbH, kurz ASTAM genannt. Im Mai 1988, also heuer vor 30 Jahren haben sich Klaus Schneider, Alfred Jandl und Herbert Schlacher zusammengetan, um das Unternehmen zu gründen.  Heuer, im 30. Bestandsjahr, werden 1,5 Mio. Euro in bauliche und Infrastrukturmaßnahmen investiert. Mit einem Lachen blickt Alfred Jandl 30 Jahre zurück: »Die Anfänge waren echt bescheiden. Wir haben eine Industriehalle bei der ehemaligen Farbenfabrik in Wolfsberg gemietet und unsere erste Arbeit bestand darin, dort ein Tor und Fenster einzubauen, damit wir überhaupt mit der Produktion anfangen konnten.« Vom Start weg konnte man sich aber aufgrund großen handwerklichen Geschicks und guter Kontakte über eine solide Auslastung im Bereich Krananlagenfertigung freuen. Nebenbei wurde mit dem Aufbau des Geschäftsfeldes Stahl- und Anlagenbau begonnen.

Meilenstein Übersiedelung

Da die Betriebsstätte den künftig geplanten Anforderungen nicht mehr entsprach, machte man sich auf die Suche nach einer neuen Bleibe. Diese fand man im Stahlbaubetrieb Lackner in St. Jakob bei St. Andrä, der 1990 erworben wurde. Damals waren rund 20 Personen beschäftigt. Jandl zur weiteren Entwicklung: »Wir haben sofort mit dem Bau einer großen Produktionshalle begonnen, die im Jahr darauf in Betrieb ging. Der Personalstand konnte gleichzeitig auf 35 Mitarbeiter aufgestockt werden.« Nach und nach wurde versucht, einen immer höheren Standard bei den Produktions- und Fertigungstechniken zu erreichen. So war man als einer der ersten Betriebe im Lavanttal nach ISO 9001 zertifiziert und verfügt über hochqualifizierte Schweißnachweise im Stahl- und Schienenfahrzeugbau (EN 1090 bzw. EN15085).

Investitionen & Wachstum

Das betriebliche Wachstum ging indes weiter. 2002 wurden 850.000 Euro in den Bau einer Konservierungshalle und in eine CNC-Bearbeitungsmaschine investiert und man erreichte mit 65 Mitarbeitern fast den heute noch gültigen Stand. Derzeit werden 70 Personen beschäftigt, davon zehn Lehrlinge. In den Jahren 2006 und 2007 wurden weitere Investitionen im Ausmaß von ca. 2,6 Millionen Euro getätigt – in Hallenerweiterungen und den Maschinenpark sowie das Bürogebäude und die Außenanlagen. »Insgesamt wurden im ersten Vierteljahrhundert ASTAM rund sechs Millionen Euro investiert, um den steigenden Anforderungen gerecht zu werden«, rechnet Jandl zusammen. Eines der beiden Hauptstandbeine ist nach wie vor die Fertigung von Krananlagen und Hallenkränen des bekannten Kranbauers ABUS nach Kundenwunsch. »Bei uns erfolgt die Komplettfertigung und wir haben die ABUs-Gebietsvertretung, machen die Montage und bieten das komplette Service an. Die Traglast unserer Anlagen kann bis zu 100 Tonnen betragen und die Spannweite bis zu 40 Meter«, gibt der Firmengründer Einblicke. Die Produktionspalette des Betriebs wurde mit den Jahren um den Sonderkranbau erweitert. Im Bereich Maschinen- und Anlagenbau wird verstärkt die Richtung als kompetenter und verlässlicher Produzent von Komplettanlagen eingeschlagen. Betätigungsfelder sind hier etwa die Fördertechnik, Brennkammern für Heizanlagen und die Fertigung von Komponenten bis komplett fertigen Betriebsanlagen für verschiedene Branchen.

1,5 Mio.-Ausbau 2018 

Demnächst wird mit den baulichen Arbeiten am Betriebsgelände begonnen. Eine halbe Million fließt in die thermische Sanierung der bestehenden Produktionshalle sowie eine zentrale Rauchgasabsaugung und Verbesserung der Lackieranlage. Mit einer Million wird der 2.000 Quadratmeter große Lagerplatz überdacht und mit Referenz-Krananlagen nach dem neusen Stand der ABUS-Technik ausgestattet.