Hillclimber Wolfgang Loibnegger siegte in Belgien bereit zum siebenten Mal.

Beim berüchtigten Hillclimbing im belgischen Andler verteidigte der Lavanttaler Wolfgang Loibnegger seinen Titel aus dem Vorjahr erfolgreich. Heuer ist er auch noch im Moto-Cross im Einsatz.

Wolfgang Loibnegger krönt sich zum siebenten Mal zum König von Andler

Wolfsberg, Andler. Das Hillclimbing in Andler (Belgien) ist wohl das größte und spektakulärste Event der Motorradfahrer in Europa. Alle Jahre tummeln sich dort Piloten und Tausende Fans, um bei dem Spektakel dabei zu sein. In diesem Jahr waren 61 wagemutige Piloten, darunter auch einige Frauen in der Serienklasse am Start, Mitten drin das Lavanttaler Hillclimbing Urgestein und Titelverteidiger in Andler, Wolfgang Loibnegger, der bereits sechs Mal in Belgien ganz oben auf dem Treppchen stand.

Erfolgreiche Titelverteidigung
Die Piloten hatten vier Wertungsläufe zu absolvieren, die drei besten wurden gewertet. Dabei ging es Schlag auf Schlag. Viele Piloten mussten mit technischen Gebrechen aufgeben, zahlreiche Fahrer schieden nach spektakulären Abflügen aus. Nach einem eher vorsichtigen ersten Lauf und einem guten zweiten Run, schlug Loibnegger im dritten Wertungslauf zu, flog mit seiner KTM durch den »Red Bull-Triumphbogen« und stoppte erst bei 102,3 Metern. Am Ende sicherte sich mit insgesamt 298,5 Metern den Sieg in der Serienklasse – übrigens bereits zum siebenten Mal.
Durch diesen Sieg war er auch für das Superfinale, in der die zehn Besten der jeweiligen Klasse in nur einem Lauf gegeneinander antraten, qualifiziert. Bei diesem gab es kein Taktieren mehr, jeder musste alles geben, um den Steilhang zu bezwingen. Loibnegger kämpfte um jeden Zentimeter. Am Ende musste er sich aber dem Belgier Roel Geurts, der seine Suzuki auf 99,2 Meter prügelte, geschlagen geben. Loibnegger konnte, obwohl er seine Maschine bei einem Sturz demolierte, mit der beschädigten KTM 97,4 Meter den Hügel hinauffahren und den zweiten Platz einheimsen.
»Diese Veranstaltung hier ist schon etwas Einzigartiges. Das Publikum, die Atmosphäre, einfach unbeschreiblich«, meint der siebenfache Sieger aus dem Lavanttal.

Von Moto-Cross zu Hillclimbing
Angefangen hat Loibnegger seine Motorsportkarriere mit Moto-Cross-Rennen, 2002 folgte der Umstieg zum Hillclimbing. »Ich wurde ja auch nicht jünger und konnte beim Moto-Cross nicht mehr so mithalten. Da habe ich Hillclimbing im Fernsehen entdeckt und war sofort begeistert«, erzählt er. 2002 machte er sich dann erstmals auf den Weg nach Belgien und konnte gleich bei seinem ersten Antritt in Anderl den Sieg einfahren, den Hang komplett bezwungen hat er erstmals im Jahr 2009.
Seither konnte er insgesamt sieben Mal in der Serienklasse und drei Mal das Superfinale in Belgien gewinnen.

Nicht nur Hillclimbing
Loibnegger, der seit einem Jahr Mitglied beim MSC Lavanttal ist, fährt aber auch noch immer hobbymäßig Moto-Cross.
In der Veteranenklasse kämpft er in der Kärntner Meisterschaft noch um einen Platz unter den Top drei. Und auch in der österreichischen Cross-Country-Meisterschaft könnte sich noch ein Stockerlplatz ausgehen, wenn die Leistung beim letzten Rennen im Oktober stimmt.