Der erste Pop-up Store am Hohen Platz hat eröffnet.

Angelika Karrer eröffnet am Hohen Platz in Wolfsberg einen Pop-up Store. Sie wird ihn ein Jahr lang im Rahmen der Kooperation »Mein Pop-up Store« betreiben. Nur Karrer hatte den »Mut« sich zu bewerben.

Nur eine einzige Bewerbung: Yogalehrerin zieht am Hohen Platz ein

Wolfsberg. Am 3. November wird die zertifizierte Yogalehrerin und studierte Gesundheits- und Pflegewissenschaftlerin Angelika Karrer ihr erstes Geschäft in Wolfsberg eröffnen. Und zwar am Hohen Platz 3, den früheren Räumlichkeiten der »Bethel Prayers Ministries«.

Möglich gemacht wurde dies durch eine Aktion des Kärntner Wirtschaftsförderungs Fonds (KWF). Dieser schrieb im Frühjahr die Kooperation »Mein Pop-up Store« aus. Es handelt sich dabei um ein innovatives, temporäres Ladenkonzept, das sich an innovative Unternehmer – vor allem Jungunternehmer – richtet, die damit den Bekanntheitsgrad ihrer Waren und Dienstleistungen steigern können, ohne dafür viel Geld in die Hand nehmen zu müssen. Drei Geschäftsflächen am Hohen Platz wurden dafür vorgesehen, in denen sich maximal zwei Unternehmen gleichzeitig für sechs Monate einmieten können. Neben einer Förderung von 3.000 Euro durch den KWF wollte die Stadtgemeinde Wolfsberg die Mietkosten übernehmen. Das war der Plan. Im Vorfeld gab es einige Interessenten, die sich auch intensiv mit dem Thema auseinander gesetzt hatten. Die Einreichung stellte dann aber anscheinend eine große Hürde dar, denn lediglich Karrer hatte den Mut, sich schließlich auch zu bewerben. Eine Jury mit Bürgermeister Hans-Peter Schlagholz, Stadtwerke-Geschäftsführer Dieter Rabensteiner, Gerhard Oswald von der Wirtschaftskammer, Jürgen Kopeinig vom KWF und Patricia Radl-Rebernig genehmigten schließlich das Projekt.

Sie wird nun am 1. November den Pop-up-Store am Hohen Platz für ein Jahr beziehen und dort ein Yogastudio einrichten sowie Beratungen im Gesundheits- und Pflegebereich anbieten.»Als zertifizierte Yogalehrerin, studierte Gesundheits- und Pflegewissenschaftlerin, leidenschaftlich Reisende und Weltenbummlerin freue ich mich, mein Wissen und meine Erfahrungen mit meinen Kunden teilen zu dürfen«, sagt Karrer. Mit ihrer kreativen und nützlichen Dienstleistung möchte sie die Möglichkeit des Geschäftsaufbaus und der Steigerung der Bekanntheit nutzen. Das Preisgeld in Höhe von 3.000 Euro vom KWF wird dabei als Startkapital für die noch notwendigen Investitionen genutzt. »Es freut mich sehr, dass ich diese einzigartige Möglichkeit bekomme. Dennoch bin ich überrascht, dass nicht mehr Kollegen diesen Schritt gemacht haben«, meint Karrer.

Kooperation mit der HAK

Durch eine Schulkooperation mit der HAK Wolfsberg bekommt die Jungunternehmerin außerdem die Möglichkeit, Unterstützung im Aufbau der strategischen und operativen Abläufe im Unternehmen in Anspruch zu nehmen. Auf der anderen Seite erhalten die Schüler gleichzeitig einen Einblick, wie es ist, ein Unternehmen zu starten und aufzubauen. »Es ist eine Win-win-Situation für beide Seiten«, freut sich Patricia Radl-Rebernig, die regionale Projektbegleiterin des KWF. »Mir als Jungunternehmerin wird es ermöglicht, nahezu risikofrei sowohl mein Geschäftsmodell als auch Dienstleistungsangebot zu testen. Ich freue mich sehr und bin schon gespannt, wie sich mein Unternehmen hier entwickeln wird«, so Angelika Karrer zu den Unterkärntner Nachrichten. Fix ist, dass die Aktion auch im kommenden Jahr durchgeführt wird – hoffentlich mit mehr »Andrang« als heuer. Die Bewerbungsfrist läuft von Mai bis Juli 2019.

Karrer als Vorbild

»Erfahrungsberichte werden zeigen, wie sich das Karrers Geschäft entwickelt. Interessenten, die mit dem Gedanken spielen, nächstes Jahr an der Ausschreibung teilzunehmen, können sich jetzt vor Ort ein gutes Bild über den Ablauf machen«, erzählt Radl-Rebernig.