Umschaden feiert WM-Debüt in Italien.

Am kommenden Wochenende wird die 16-jährige Vanessa »Vanny« Umschaden in Imola bei ihrem ersten WM-Rennen an den Start gehen. In Österreich liegt sie im Damencup in der Gesamtwertung in Führung.

Lavanttaler Moto-Cross-Fahrerin feiert ihre WM-Premiere in Italien

Eitweg, Imola/Italien. Auf eine bislang recht erfolgreiche Saison kann das Lavanttaler Moto-Cross-Talent Vanessa Umschaden zurückblicken. Nach ihren guten Auftritten beim Moto-Cross of European Nations in Polen, wo die 16-Jährige Österreich gemeinsam mit Elena Kapsamer aus Oberösterreich vertreten hat, feiert sie am kommenden Wochenende ihre Premiere bei der Damen-Weltmeisterschaft.
Vor drei Jahren meinte Umschaden noch: »Mein großer Traum ist es, später einmal international bei den Damen mitzufahren.« Nun wird dieser Traum Realität, denn »Vanny« wird im italienischen Imola beim letzten WM-Lauf des Jahres vertreten sein. »Ich freue mich schon riesig auf dieses Rennen. Mein Ziel ist es einmal, die Qualifikation zu schaffen – und danach sehen wir weiter«, meint Umschaden, die nach Italien von ihrem Vater Josef, der auch ihr Mechaniker ist, und ihrer Mutter begleitet wird.
Zunächst gibt es eine Qualifikation, bei der sich die besten 40 Fahrerinnen für die zwei WM-Läufe qualifizieren. Diese gehen dann über 20 Minuten plus zwei Runden. Gefahren wird  nur eine Klasse, das heißt, dass Maschinen mit 125 ccm gegen Maschinen mit 250 ccm und mehr antreten. »Ich hätte ja auch ein anderes Motorrad wählen können, aber ich fühle mich auf meiner 125er-Maschine derzeit einfach richtig wohl«, sagt Umschaden.

Meisterschaften
In Österreich liegt »Vanny«, die für den MSC Griffen startet, beim MX Hobby Championship Cup in der Damenwertung derzeit in Führung. Ein Rennen ist noch ausständig, aber an dem kann Umschaden wegen einer Terminkollision nicht teilnehmen. In der Juniorenwertung – hier muss sie gemeinsam mit den Jungs starten – liegt sie aktuell auf Platz vier.
Und in der slowenischen Juniorenmeisterschaft – ebenfalls Burschen und Mädchen gemeinsam – liegt sie auf Rang sechs, zwei Rennen stehen noch aus.

Erfolge in Polen
Beim Moto-Cross of European Nations in Polen stellte Österreich mit Umschaden und der Oberösterreicherin Elena Kapsamer das mit Abstand jüngste Team. Beide stellten sich als einziges Team auf Zweitakt-Maschinen mit 125 Kubik von KTM dem Kampf gegen die vier-getaktete Konkurrenz.
Das Qualifikationstraining verlief ohne Komplikationen. Das österreichische Duo sicherte sich die siebente Startposition für die Rennen. Im ersten Rennen erwischte Umschaden leider keinen guten Start. Im Lauf des Rennens kam sie aber immer besser in Fahrt und landete am Ende auf dem 13. Platz. In zweiten Lauf kam die Lavanttalerin ganz gut aus dem Startgatter, musste aber entlang der Startgeraden die Viertakt-Kollegen passieren lassen. Ihr Kämpferherz verhalf Umschaden letztendlich aber dazu, den zweiten Lauf  auf dem 14. Platz zu beenden. Damit war der siebente Gesamtplatz gesichert und das Ziel der beiden Österreicherinnen erfüllt.

Erstes Rennen mit sieben
Ihre Vorliebe für den Bikesport stammt aus der frühesten Kindheit. Mit vier Jahren sah »Vanny« in einem Geschäft ein Pocketbike. Von diesem Tag an interessierten sie keine Puppen mehr, sie wollte nur noch Motorradfahren. Bereits im Alter von sieben nahm Umschaden an ihrem ersten Rennen im Rahmen des Kärnten-Steiermark-Cups teil, bei dem sie das einzige Mädchen war. Seither matcht sie sich mit den Jungs auf den Moto-Cross-Strecken – und das sehr erfolgreich.