Die 2019er-Modelle von Skoda.

Der »kleine Bruder« des Kodiaq überrascht mit seinem großen Platzangebot. Die 2019er Modelle glänzen mit überarbeiteten Motoren und digitalen Cockpits. Dazu war der Verbrauch bei unserem Testwagen (erfreulich) gering. Ein Wagen, bei dem die Vernunft regiert.

Skoda Karoq – ein feines Auto für wenig Geld

Wolfsberg. Er ist zwar der »kleine Bruder« des Kodiaq, das merkt man ihm im Innenraum aber nicht an: Der Skoda Karoq ist für eine Überraschung gut. Dann nämlich, wenn sich ein g‘standener Mann auf die Rückbank setzt und erwartet, während der kommenden Fahrt aus Platzmangel nur per Schnappatmung Luft holen zu können. Ganz und gar nicht. Auch größere Mitfahrer sitzen hinten bequem und haben Raum zum Durchschnaufen.
Damit ist es mit den Überraschungen aber schon wieder vorbei. Und so soll das auch sein. Denn der Karoq – unser Testmodell wurde uns vom Wolfsberger Autohaus »Skoda Dohr« zur Verfügung gestellt – ist ein grundsolider Wagen, der seine Insassen sicher und gemütlich von A nach B befördert. Und das kommt bei den Käufern an, wie die hohen Verkaufszahlen beweisen.

Digitales Cockpit
Der Karoq, Nachfolger des Skoda Yeti, wird seit November 2017 angeboten. Das Modell 2019, das schon jetzt zu haben ist, bietet einige Innovationen. Neben den neuen Motoren, die die Abgasnorm »Euro 6d-temp« erfüllen, leisteten sich die Tschechen auch ein digitales Cockpit. Das ist nicht nur letzter Stand der Technik, sondern schmeichelt auch dem Auge.Unser Testmodell war mit einem 115 PS starken Dieselmotor mit Sieben-Gang-Automatik und Doppelkupplungsgetriebe ausgestattet. Auf der Autobahn zeigte sich: Diese Motorisierung reicht für den »Normalfahrer« völlig aus, speziell dann, wenn ihm der Verbrauch nicht gleichgültig ist: Mit sechs Litern Diesel auf 100 Kilometer geht es flott dahin. Wer mehr Power will, für den bietet Skoda auch ein Modell mit 190 PS aus einem 2.0-Liter-TDI an.
Im Stadtverkehr ist die Automatik ein Segen. Der anthrazit-graue Karoq rollt ohne Mühe und fast geräuschlos dahin, an Kreuzungen schaltet sich der Motor automatisch ab. Hektik und Stress waren in unserem Testmodell Fremdworte. Nach dem Einkauf reicht ein Druck auf die Fernbedienung und die Kofferraumklappe öffnet sich elektrisch. Praktisch wie alles an diesem Auto.
Ausstatten lässt sich der Karoq je nach Geschmack. Wer einfach einen bequemen und zuverlässigen Wagen sucht, wird mit einem an den Vorderrädern angetriebenen (Serien-)Modell das Auslangen finden. Steht der künftige Besitzer auf Fahrten im Gelände, ist ein Allradler zu ordern, der aber nur mit einer Leistung ab 150 PS erhältlich – derzeit ausschließlich als Diesel,  demnächst auch als Benziner.
Kurzum: Wer sich einen Karoq anschafft, der bekommt etwas für sein Geld – etwas Feines.