Persönliche Daten im Adressfenster.

Wolfsberger fuhr zu schnell und erhielt eine Zahlungsaufforderung der BH Völkermarkt. Im Adressfenster zu lesen: sein Geburtsdatum. Laut Bezirkshauptmann Klösch ist das erlaubt – und dringend notwendig.

Strafbescheid macht persönliche Daten öffentlich: Beschwerden sind nutzlos

Wolfsberg, Völkermarkt. Die sichere Identifizierung der »Zielperson« sticht den Schutz der persönlichen Daten. Diese Erfahrung machte jetzt ein Wolfsberger, den im Vormonat ein Strafbescheid der Bezirkshauptmannschaft Völkermarkt erreichte.

Der Ingenieur hatte im Mai auf der Autobahn A2 zu fest auf die »Tube« gedrückt und war von einem Radargerät erfasst worden: 14 km/h zu schnell – macht 50 Euro. Die Behörde führte eine Lenkererhebung durch, Mitte September kam die Verwaltungsstrafe samt Zahlungsaufforderung.

Die hatte laut dem Lenker einen gravierenden Schönheitsfehler: Im Sichtfenster war unter seinem Namen und über der Anschrift, also für jedermann lesbar, sein Geburtsdatum angeführt. In Zeiten wie diesen, in denen die eigenen Daten wie Augäpfel gehütet werden, eine eigenwillige Vorgehensweise, findet der Betroffene. Er fragt: »Wen geht mein Geburtsdatum etwas an? Warum wird es in das Adressfenster gedruckt? Wie steht es mit dem Schutz meiner höchstpersönlichen Daten?«
In diesem Fall: schlecht. Die Verwaltungsstrafe stammt von der Bezirkshauptmannschaft Völkermarkt. Deren Chef, Bezirkshauptmann Gert Klösch, sagt: »Wir haben immer wieder Beschwerden deswegen – aber die Anführung des Geburtsdatums ist notwendig.

Den gesamten Bericht finden Sie in der Ausgabe Nr. 41 der Unterkärntner Nachrichten.