Udine – eine Mischung aus Kunst, Lifestyle und Kulinarik.

Die zweitgröße Stadt Friauls liegt fast vor der Haustüre und wird auch gerne die »Stadt der Osterien« genannt. Sie ist eine Mischung aus Kunst, Architektur, Lifestyle, Musik, Lebenslust und Kulinarik.

Udine, einen »Tajut« auf eine Stadt voller Kunst, Kultur und Lebenslust

Mit 99.341 Einwohnern ist Udine nach Triest die zweitgrößte Stadt der Region und zählt als wichtigste Stadt der historischen Landschaft Friauls. Die Italiener leben gerne hier und der ausländische Gast sollte sie, obwohl sie nicht sehr bekannt ist, bei einem Besuch der Region auf keinen Fall außer Acht lassen.

Ein Stadtspaziergang
Udine ist nicht gerade eine Touristenhochburg, aber die hübsche Stadt hat dem Besucher dennoch einiges zu bieten. Die Piazza della Libertà  ist ein architektonisches Kleinod, einer der schönsten Plätze Norditaliens und das Herz von Udine. Hier befinden sich die wichtigsten Baudenkmäler der Stadt. Sehenswert ist das Rathaus »Loggia del Lionello«, das 1448 bis 1457 im Stil der venezianischen Gotik mit offener Loggia errichtet wurde. Die Freiheitsstatue ist ein Geschenk Kaiser Franz I. anlässlich des Friedensvertrags von Campoformido. Und die zwei Mohren aus dem Jahre 1850 schlagen die Stunden auf dem Uhrturm.

Von der Piazza Libertà, durch die mit Fresken bemalten Arkaden, steigt man auf einen Hügel, auf dem sich das Schloss von Udine, ein eleganter Palast aus der Renaissance, erhebt.
Kunstliebhaber wandeln auf den Spuren des Malers Giambattista Tiepolo. Zunächst geht es zum Dom, einem imposanten Bauwerk, dessen ältester Teil aus dem Jahre 1335 stammt und in dessen barocken Innenraum wertvolle Werke des Künstlers gezeigt werden. Anschließend führt der Weg in das nahegelegene Oratorio della Purità mit dem Freskenbild L´Assunta, eines der Meisterwerke des Malers. Weiter geht es zum Palazzo Arcivescovile, der von Tiepolo von 1726 bis 1728 meisterhaft mit Fresken ausgemalt wurde. Letztendlich beschließt man den Rundgang im Festsalon des Parlamento della Patria del Friuli.

Wichtig ist auch die Piazza Matteotti. Von der Via Mercatovecchio mit seinen Geschäften und Cafés unter den charakteristischen Arkaden kommt man auf die Piazza Matteotti – San Giacomo. Hier finden wichtige Veranstaltungen statt, wie beispielsweise der Antiquitätenmarkt, der an jedem ersten Sonntag des Monats über die Bühne geht. Im Oktober gibt es den Friuli Doc, ein internationales Fest mit typischen Produkten aus der Region.

Shoppingtour
Bei einem Streifzug durch die bezaubernden Straßen des Altstadtkerns entdeckt man vornehme Boutiquen und Kunsthandwerkläden, Cafés und alt eingesessene Schenken. Die Geschäfte und Boutiquen im Zentrum haben das ganze Jahr samstags bis 18.30 Uhr und teilweise auch sonntags geöffnet.

Museumsbesuch in Udine
In Udine kann man zahlreiche Museen besuchen, wie zum Beispiel die Galerie der Modernen Kunst, die Projektgalerien (im Palazzo Morpurgo), die Stadtmuseen für Geschichte und Antike Kunst, die eine Sammlung von Ciceri beherbergen, das archäologische Museum, die Galerie der antiken Kunst, die Galerie der Zeichen-und Druckkunst und das friulanische Museum der Photographie.

Geschmackserlebnisse
Hier lässt es sich leben! In den Trattorien und Restaurants von Udine werden Gäste mit Polenta al burro (Polenta mit Butter), Prosciutto di San Daniele con fichi (San Daniele-Schinken mit Feigen), Risotto alla maranese (Meeresfrüchterisotto), Sanguinaccio (Blutwurst, auch mule genannt), Musetto (Kochwurst aus Schweinefleisch) oder auch Pinza (Kuchen aus süßem Hefeteig) verwöhnt.

Einen »Tajut«
Udine ist eine sehr offene und gesellige Stadt. Am Spätnachmittag treffen sich die Udineser nach der Arbeit auf einen »Tajut « – ein Gläschen vom einfachen Friulano in einer der typischen friulanischen Schenken. In angenehmer Gesellschaft wird nicht nur dem Wein gehuldigt, man genießt auch verschiedene kleine appetitliche Happen. Gute Gründe für einen Wochenendaufenthalt!