Lärmschutzmaßnahmen für die KoralmbahnAusgabe | Mittwoch, 7. November 2018

Während man sich in Klagenfurt und den Wörtherseegemeinden derzeit für Lärmschutzmaßnahmen entlang der Koralmbahn stark macht, scheint im Lavanttal alles geregelt zu sein. Lärmschutzwände werden errichtet und moderne, leise Züge eingesetzt .

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Wolfsberg. Die Koralmbahn: ein Segen und Impulsbringer für das Lavanttal. Viele Politiker und Lavanttaler setzen große Hoffnungen in die Koralmbahn, mit der mehr Wirtschaftskraft und auch wieder Einwohner im Lavanttal Einzug halten sollen. Die Marktgemeinde St. Paul hofft auf Betriebsansiedelungen in der Nähe des Koralmbahnhofs und in Lavamünd bietet man Baugundstücke zu günstigen Konditionen an. Man möchte Menschen anlocken, die in einer attraktiven ländlichen Gegend leben möchten und zum Arbeiten nach Graz oder Klagenfurt pendeln. Beide Städte werden nach Inbetriebnahme der Koralmbahn vom Lavanttal aus in weniger als 30 Minuten erreichbar sein.
Die gesamte Koralmbahn wird im Dezember 2025 voll in Betrieb gehen, die wichtigen Zulaufstrecken für den Regionalverkehr Klagenfurt-St. Paul bzw. Wolfsberg werden bereits ab dem Jahr 2023 zur Verfügung stehen. Der Ausbau der Koralmbahn bedeutet auch eine erhöhte Frequenz im Schienenverkehr, zwar wird dies vorrangig den Kärntner Zentralraum betreffen, aber auch im Lavanttal werden dann mehr Züge unterwegs sein.

Wirbel im Zentralraum, Ruhe im Tal
Im Klagenfurt und rund um den Wörthersee befürchten die Bewohner einen Anstieg des Zuglärms und fordern Lärmschutzmaßnahmen. Im Lavanttal scheint es keine Probleme zu geben. Die Bahnstrecke von Wolfsberg nach St. Paul wird elektrifiziert und schon jetzt sind auf der Strecke modernere und leisere Züge unterwegs. Auch bei den Güterzügen kommt eine neue Technik zum Einsatz, die für eine Halbierung des wahrnehmbaren Lärms sorgt. Die Züge der S-Bahn-Verbindung nach Klagenfurt fahren bereits im Stundentakt. Beschwerden liegen keine vor.

Und auch rund um den Bahnhof in St. Paul wurden bereits im Rahmen des Genehmigungsverfahrens Lärmschutzmaßnahmen in das Projekt mit aufgenommen. »Beim Genehmigungsverfahren wurde die Thematik ausführlich behandelt. Es gab damals Bürgerinitiativen, aber es wurde auf die Bedenken und Ängste der Bürger eingegangen und alles konnte gelöst werden«, erzählt der St. Pauler Bürgermeister Hermann Primus.  Christoph Posch von den ÖBB ergänzt: »Die gesamte Strecke wird, wo es erforderlich ist, mit Lärm- und Sichtschutzwänden ausgestattet, damit wir die Grenzwerte einhalten. Das hat aber nichts mit Bürgerbeschwerden zu tun, sondern war Teil des Genehmigungsverfahren.« Rund um den Bahnhof St. Paul wird das Tunnelaushubmaterial verwendet, um entsprechende Lärmschutzwälle zu errichten.

Foto: ÖBB

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