Erleichterung für die Vereine

Damit soll eine Gleichstellung aller Vereine erzielt werden. Die Mandatare wurden außerdem aufgeklärt, wie es mit dem Hochwasserschutz weitergeht. Sie stimmten für die Fachhochschule und neue Amtstafeln.

Wolfsberg verzichtet auf Mieten der Vereine

Wolfsberg. Es wurde nicht nur gezankt im Wolfsberger Gemeinderat (siehe Artikel oben). Bei der Mehrheit der Themen herrschte Einigkeit im Rathaus.
Ehe es soweit war, lauschten die Mandatare den Ausführungen von Erich Zdovc, Mitarbeiter der Abteilung Wasserwirtschaft des Landes. Er hat 14 Gewässer untersucht, die eine potenzielle Gefahr darstellen, Wolfsberg unter Wasser zu setzen. Zdovcs Schätzung: Es würde 20 Jahre dauern und rund 52 Millionen Euro kosten, bis alle gefährlichen Gewässerabschnitte verbaut und entschärft wären. Die Gemeinde müsste mit einem jährlichen Aufwand von rund 600.000 Euro rechnen, den Rest der Kosten übernehmen Bund und Land. Heuer wurde ein erster Abschnitt des St. Thomaser Bachs in Kleinedling verbaut, 2019 sind der Weißen- und der Pailbach an der Reihe.

Punkt acht der Tagesordnung war die Installierung zweier multimedialer Bürgerinformationssysteme. Es handelt sich dabei um elektronische Amtstafeln, die 24 Stunden am Tag alle wichtigen Gemeindeinformationen zeigen. Eines der (kostenlosen) Geräte wird vor, eines im Rathaus installiert.
Ebenfalls einstimmig votierten die Gemeinderäte für das Fachhochschul-Projekt der Firma »PMS« in Wolkersdorf (wir berichteten). Wolfsberg wird sich jene 50.000 Euro, die pro Jahr dafür aufgebracht werden müssen, mit den anderen Lavanttaler Gemeinden teilen. Die Lehrgänge starten im Herbst 2019.

Abgesegnet wurde auch der Antrag von Vizebürgermeisterin Manuela Karner, all jenen Vereinen, die in gemeindeeigenen Räumen untergebracht sind, die Mieten ab 1. Jänner zu erlassen. Bürgermeister Hans-Peter Schlagholz: »Bisher zahlen 20 Prozent der Vereine, der Rest nicht. Wir wollen eine Gleichstellung, auch auf die Gefahr, dass der Rechnungshof etwas sagt.«
Nachdem vor einigen Monaten heftig darüber diskutiert worden war, wurde jetzt eine Einigung erzielt: Der Antrag der Grünen, auf dem Bauhof eine Photovoltaik-Anlage zu montieren, wenn er eines Tages erneuert wird, fand einhellige Zustimmung. Außerdem können die Stadtbusse im Advent an Freitagen und Samstagen um einen Euro benutzt werden.